 |
 |
Tenere-Tips |
Erfahrungen mit
der Tenere Bj. 1986
|
|

Seit 1987 fahre ich
mit meiner 500er Tenere (Österreich-Modell 2RX mit 38 PS, bis auf
Kolben etc. baugleich mit der 600er), und konnte unter anderem auf drei
Saharareisen einige Erfahrungen damit sammeln.
Alle Angaben und Hinweise
nach bestem Wissen und Gewissen, Irrtümer vorbehalten.

|
|
Links
zur Tenere und den 600er-Modellen:
|
|
|
| |
 |

Zu
meiner Tenere
Überhitzung
Zu
fettes Gemisch
Seitenständerschalter
Chokezug
Dekompressor
auf Handbetrieb umrüsten
E-Starter
entfernen
Hupe
Federbeinabdeckung
Kettenschutz
Federbein
Seitenständer
Kettenführungsrolle
oben
Zubehör,
elektrisches und Ölthermometer
Elektriktroubles
Steuerkette
Abweichungen
Tenere 500 von 600er
Ölaustritt
am Zylinderkopf
Startprobleme/Zündungsprobleme
Edelstahl-Auspuffkrümmer
Kotflügel
Scheinwerferschutz
Drehzahlmesserwelle
Blinkrelais
Ritzelmutter
Lack:
Tenere-Blau
Faltenbälge
gelb
Auspuff
Sito
Polradabzieher
Hupknopf,
Starterknopf
Zündkerze

|
|
|
Zu meiner Tenere
- Neukauf 1987, Koffer
und Träger gebaut, Norwegentour. Dann Vorbereitung auf Algerien:
Unter anderem verstärkte Kupplung bei Götz gekauft: CSK14
Federn und andere Beläge. Hält.
- km 31.000 (1989):
Grundüberholung nach Algerientour 1989. Der Kolben wies Reibspuren
auf, die ich auf hängengebliebenen Choke in Kombination mit Gemischüberfettung
im Assekrem (Höhen über 2500m) zurückführe, und
wurde vorsichtshalber getauscht. Choke auf Knopf umgebaut.
- km 52.000 (1994):
Bedüsung auf "mager" geändert
- km 60.000 (1997):
Faltenbälge der Telegabel gewechselt, Sitz neu bezogen, Batterie
neu. Rostlöcher im Auspuffdämpfer geschweißt. Auspuffkrümmer
durchgerostet und abvibriert, durch Edelstahlteil ersetzt (Wunderlich)
- km 67.000 (1999)
Steuerkettenwechsel - der Spanner war fast schon ganz
ausgefahren. Außerdem: Ventileinstellschrauben, drei von vier
hatten Pittingspuren. Bremsleitung vorne zu erneuern. Kolben/Zylinder
messen lassen: aktuelles Laufspiel 0,08 mm rundum. Für Libyen wieder
eingebaut, zusätzlich Kotflügelversteifung und Gabelstabilisator.
Auspufftopf ersetzt durch Sito-Nachbau. Sehr sehr
angenehmer Topf mit gutem aber nicht lautem Sound.
- km 74.000 (2000)
Nach Libyentour gröbere Reparaturen: Sicherheitshalber Zahnradpaar
des 5. Gangs ausgetauscht weils etwas laut war. Bei der Gelegenheit
auch Kurbelwelle neu gelagert. Ventile eingeschliffen. Beide Ansauggummis
(Vergaser-Motor) ausgetauscht, waren undicht bzw. der Gummi hatte sich
vom Alu gelöst.
- km 82.000 (2001)
Nach einigen Ausfahrten und Urlaub in Süditalien alles OK. Neues
Federbein eingebaut (White Power). Ärger mit Kill-Schalter behoben:
libyscher Sand war die Ursache. Killschalter amputiert und durch Bosch-Zugschalter
ersetzt.
- Motorschäden
(Ventile, Ventiltrieb,
Getriebe,...): bisher keine.
- Immer noch der
erste Kupplungszug, aber die dritte Drehzahlmesser- und
zweite Tachowelle, hin und wieder ausbauen und fetten.
- Bremsbacken hinten:
2. Paar, vorne: 3. Paar.
- Zündkerze:
immer NGK verwendet, Wechsel ca. alle 12.000 km, nie Probleme.
- Wartung regelmäßig
nach Wartungstabelle.
- Immer billiges
Öl aus dem Baumarkt verwendet (API SF oder besser), alle 5-6000
km Öllwechsel, Ölfilter alle 12.000km neu.
- Wichtig: Warmfahren,
warmfahren, warmfahren. Und dann erst Leistung fordern. Kann bei kaltem
Wetter oder Regen auch mal eine Viertelstunde dauern (Ölthermo:
ab 50-60 Grad).
- Im Winter Ölkühler
abdecken, notfalls mit einem Plastiksack oder Pappe. Oder Thermostat
einbauen.
- Lieblingsreifen
Europa: Dunlop Trailmax, die halten gut auf Straße und Schotter,
bei akzeptabler Laufleistung (8.000-12.000 km hinten).
- Lieblingsreifen
Afrika: Pirelli MT21 Rally Cross. Sehr haltbar, und bei Nässe oder
auf Asphalt viel besser als der Michelin Desert bei ähnlichem Profil,
und billiger, und niedrigerer Querschnitt.
- Reiseverbrauch
mit Sozius und Koffern: ca. 5 l bleifrei 91 Oktan.
Pistenverbrauch Afrika etwa 5.5-7 Liter, im Erg bis zu 10 Liter.


|
|
| |
|
Überhitzung
Das 500er-Modell scheint wesentlich weniger anfällig zu sein als die
problematische 600er der Baujahre 86/87, ich hatte mit Überhitzung
keine Probleme. Allerdings: Mein Moped hat bereits serienmäßig
die Ansaugung unter der Sitzbank, und war auch schon fetter bedüst.
Meine zusätzlichen Maßnahmen vor der 1. Saharareise 1989: Der
Seitendeckel über dem Öltank, der mit seiner Alufolie die Abwärme
vom Auspuff so schön einfängt und damit das Öl im Reservoir
warm hält, wurde entfernt und durch ein Gitter/Lochblech ersetzt. Der
vordere Kotflügel rückseitig mit Alublech verstärkt und ordentlich
geschlitzt. Der Anbau eines Ölthermometers (VDO mit Geber an der Ablassschraube)
zeigt im Normalbetrieb Temperaturen von 90-110 Grad, bei hoher Belastung
120 bis max.130 Grad (mit Sozia im Sand).


|
|
| |
|
Zu
fettes Gemisch
Als Reaktion auf die Probleme der 600er wurde bei der Österreich/Italienausführung
anscheinend auch fetter bedüst (entgegen der Auskunft mancher Händler).
Ein Umbau der Hauptdüse des 1. Vergasers auf eine Düse vom Schwestermodell
XT500N brachte deutlich besseres Fahrverhalten über 1000 Höhenmeter,
wo der Motor früher wegen Überfettung mit sehr unsauberem Lauf
und Leistungsabfall aufgefallen war. Kurzzeitig Abhilfe brachte das Abnehmen
des Ansaugschnorchels zur besseren Beatmung, war aber dann auch sehr laut.
Das Kerzenbild ist OK, ich fahre jetzt schon über 15.000 km mit dieser
Bestückung (Hauptdüse samt Stock von 140 auf 130 geändert).
Am Wärmeverhalten des Motors (Öltemperatur) hat sich nichts geändert.


|
|

|
|
Seitenständerschalter
Mein Moped ist mit einem Unterbrecher am Seitenständer ausgerüstet.
Kann manchmal Aerger verursachen, wenn korrodiert oder verdreckt. Falls
man ihn verdächtigt: Verbindungsstecker hinter Seitendeckel lösen
und den kabelbaumseitigen Stecker mit einem u-förmigen Stück
Draht (Büroklammer...) kurzschließen. Wenn jetzt wieder alles
geht, war er es. Bei entsprechender Vorsicht kann man so auch einfacher
die Kette schmieren, wenn man wie ich keinen Hauptständer hat: Moped
mit laufendem Motor über Seitenständer kippen, Hinterrad durch
stabiles (!) Aufbocken freimachen, erster Gang rein, und dann schön
draufhalten. Beste Erfahrungen habe ich übrigens mit Bel-Ray Kettenschmiere
zum Pinseln gemacht: hält gut, ist sparsam, klein verpackt.


|
|


|
 |
Chokezug
Der Bowdenzug vom lenkermontierten Choke ging recht streng, in der kleinen
Verbindungsbox unter der Tank sammelte sich allerlei Dreck, und außerdem
lief anscheinend Wasser am Zug entlang zum Vergaser, weswegen dann der
Choke auch nicht mehr ganz zurückging (grünliche Schmiere aus
Wasser, Fett und Kupferoxid). Deshalb ging mir in Algerien fast der Motor
fest!
Radikallösung: Auf Knopfbetätigung von der XT500N bzw. XT600
umrüsten, sitzt direkt am Vergaser, eine sehr zuverlässige Sache.
Hier gibts mehr dazu: http://www.xtmania.de/xttipps/xttipps.html
Zaphod schreibt dort:
Für mindestens alle XT/TT/XT600Z-Vergaser ab Bj. '88 sind die
Choke-Kolben mit Knopf identisch. Es lassen sich so an den Teneres die
Seilzug-betätigten Chokes gegen einen Einfachen, direkt am Vergaser
zu Ziehenden, tauschen. Vermutlich ist das Teil aber schon ab der XT550
identisch?
Die Yamaha-Teilenummer
eines passenden Chokeknopfes ist 2kf-14371-01



|
|

Der Deko-Hebel vom Fahrrad
|
|
Dekompressor
auf Handbetrieb umrüsten
Was bei der XT/SR immer schon funktionierte, erleichtert auch bei meiner
Tenere das Antreten bzw. die Wartung (Ventile einstellen). Wenn der Kolben
richtig eingestellt werden kann, braucht man zum Antreten auch fast keine
Kraft mehr. Wie? Deko-Zug verfolgen, der vom Kickstarterausgang zum Zylinderkopf
führt. Am unteren Ende Deckel abschrauben, Zug aushängen, Öffnung
verschließen, Deckel wieder drauf. Fahrradbremshebel (am besten
ein schlanker gebogener, kein Mountainbike-Knüppel) samt Halter und
Bowdenzug besorgen, Halter rechts neben der Lichtschaltereinheit montieren
(schau mal, wo das Ding bei einer XT/SR/KTM etc. sitzt).
Auf zwei Dinge achten:
Einstellung mit genügend Totgang, so dass der Deko nicht aus Versehen
bei laufendem Motor gezogen wird (saubere Verlegung, Totgang in allen
Lenkerstellungen testen), und aufpassen, dass der Hebel nicht am Tank
aufschlägt! Die Belastung ist eher gering, so dass es auch ein Schraubnippel
tut (seit 15.000 km). Wie aber jetzt ankicken? Wie bei den Klassikern:
Kickstarter langsam treten, bis der deutliche Widerstand der Kompression
fühlbar wird. Dann Deko ziehen und Kickstarterhebel etwa 10-15cm
weitertreten, dann steht der Kolben hinter dem Totpunkt . Deko auslassen,
Kickhebel wieder in obere Position zurücklaufen lassen und locker
antreten. Mit einem so eingestellten Kolben ist auch das Anschieben wesentlich
leichter! Übrigens keine Angst vor dem Zurückschlagen des Motors:
gibt"s bei der elektronischen Zündung nicht. Den E-Starter hab ich
inzwischen demontiert.


|
|
| |
|
E-Starter
entfernen
was einiges an Gewicht spart und Platz unter dem Vergaser schafft (Ausbau...).
Die einzige handwerkliche Arbeit hierzu war das Zurechtschneiden eines passenden
Aludeckelchens (Stichsäge, 20 min Arbeit) und das Besorgen von zwei
neuen Schrauben für den Deckel. Diese müssen ein durchgehendes
Gewinde haben, werden als oberste Schrauben für den Original-Gehäusedeckel
verwendet, der die Zahnräder der Starterübertragung abdeckt. So
lang wählen, dass das Gewinde hinten übersteht, neuen Deckel mit
Motorsilikon abdichten und mit Muttern+Schraubensicherung befestigen. Plus-Kabel
abisolieren, Minuskabel wieder auf Masse=Gehäuseschraube. Ich habe
nur folgende Teile ausgebaut: Startermotor komplett und die zwei kleinen
und das große Zahnrad. Sollte man sich mal den Fuß brechen, ist das
Ding in einer halben Stunde wieder montiert.


|
|

|
|
Hupe
zu leise
Die Hupe ist mit lächerlich mickrigen Kabelchen und wackeligen Steckern
angeschlossen, und direkt über den Hupenknopf geschalten. Also lange
Stromwege, noch dazu über das Lenkkopflager. Wenn da irgendwo der
Kontakt nicht mehr so recht stimmt, dann ist es vorbei mit der Lautstärke.
Abhilfe: Ein ordentliches Kabel von der Batterie (hinter der Hauptsicherung)
abzweigen, und über ein stinknormales Hupenrelais (sic!) vom Auto
an die Hupe anschließen.
Soo schlecht ist die nämlich nicht, nur schleißig angeschlossen.
Ich hab sie trotzdem durch ein elektronisches Horn ersetzt.
Das rote Ding ist das Hupenrelais.


|
|
| |
|
Federbeinabdeckung
Sollte gemacht werden, wenn nicht nur Asphalt auf dem Programm steht.
Entweder beim Götz kaufen (7 Euro), oder selber bauen: man besorgt
sich ein Stück feste Flachdachfolie beim örtlichen Dachdecker
(Sarnafil oder so, gewebeverstärkt), und nietet es mit ordentlich
großen Unterlagscheiben ans Ende des serienmäßigen Plastikkotflügels.
Größe DIN A4 reicht, dann halt nach Maß zuschneiden.
Einmal gemacht, hält bei mir seit 40.000 km.


|
|
| |
|
Kettenschutz:
Ist serienmäßig nicht so schlecht. Aber lässt sich verbessern:
Ein Stück Alublech an Originalschutz annieten, unterhalb des Schwingenholms.
Dann schaufelt der Reifen nicht immer Dreck und Wasser auf die Kette, außerdem
kann man dort gummischonend Kette schmieren. Im Gelände, speziell im Sand
wenn man sich eingräbt, hält diese Verlängerung allerdings nicht lange,
wird immer wieder verbogen, streift an der Kette etc.


|
|

von oben nach unten:
2KF-Federbein mit abgerissenem Auge, 1VJ-Federbein mit Götz Federbeinverlängerung,
Bilstein-Federbein der ersten Generation
(Klick vergrößert) |
|
Federbein
Für meine Saharatouren hatte ich ein Bilstein Mono, mit dem ich damals
nicht soo zufrieden war. Die Dämpfung (Stickstoff) war nicht verstellbar
und hat inzwischen stark nachgelassen. Soll heute besser sein, sagt man.
Wer aber sein serienmäßiges Beinchen aufpeppen will, der baue
es aus, löse die Schrauben der Federvorspannung und entdeckt am anderen
Ende der Feder einen Sicherungsring und drei Kerben, wobei die Feder meist
auf die weichste Stellung eingestellt ist, also die oberste im eingebauten
Zustand. Aber das lässt sich ja einfach ändern...
Bei großer Zuladung bzw. Sozia und Gepäck empfiehlt sich ein
längeres Federbein bzw. eine Verlängerung des originalen, um
die Bodenfreiheit zu erhöhen (Götz). Inzwischen hab ich ein
White Power drin, mit Öldämpfung. Eine endgültige Lösung.
Achtung: passende Federhärte bestellen! Das WP ist etwas länger
als original.
Links sieht man die Nuten der Grobverstellung am rechten Federende (bei
den beiden oberen Originalbeinen).
Hier noch zwei Fotos
der Götz Federbeinverlängerung: Foto1
Foto2


|
|

|
|
Seitenständer
Ist serienmäßig zu lang, mit Gepäck steht die Fuhre kippelig.
Um einige cm gekürzt, und am Ende eine ordentliche Platte (Durchmesser
ca. 6cm) angeschweißt, somit auch im Sand, Schotter oder einer weichen
Wiese zu parken. Zum Schweißen Ständer abbauen, oder zumindest
Zündung aus, Batterie abhängen, sonst Gefahr der Beschädigung
elektronischer Teile! Vorsicht bei der Länge: die Zubehör-Federbeine (Bilstein,
White Power,...) sind etwas länger, nicht vorher den Ständer kürzen und
dann Federbein wechseln, sonst ist er zu kurz!

Für meine Libyentour hatte ich ein längeres Federbein montiert,
und den Ständer kurzerhand wieder verlängert:
Große Aluplatte mit 2 cm Distanz und drei Schrauben montiert. Damit
stand die Tenere auch im Sand ganz gut.
Hier ist der Alltagsschuh zu sehen ...


|
|
| |
|
Kettenführungsrolle
oben
War oft ein Problem, verschleißt bei Soziusbetrieb schnell. Sollte
man als Ersatz dabeihaben! Jetzt Umbau auf ein kugelgelagertes Teil vom
Götz oder Auner (Österreich). Bei den originalen Rollen kommt
jede Menge Dreck in die Lagerung, umso schlimmer wenn geschmiert und in
sandiger Gegend. Von Djanet bis Genua habe ich mindestens ein Dutzend Kettenrollen
aus Hydraulikschläuchen, Dosenblech etc. basteln müssen... Die
Zubehörrolle kann ruhig etwas kleiner im Durchmesser sein, dann ist sie
auch unterhalb der Schwinge brauchbar.
Inzwischen ist mal die Achse dieser Rolle oben abgebrochen, und ich fahre
so damit herum (kein Gelände): geht auch. Geplant ist zur Kettenberuhigung
den XT500-Kettenspanner zu adaptieren. Ich hab ihn schon herumliegen!


|
|

Kann Leben retten: Ölthermo.
Ab 130° C wird eine Abkühlpause eingelegt, bei 20W-50 Motoröl.
Kommt nur im Erg vor.
|
|
Zubehör,
elektrisches
Der Einbau einer Kfz-Steckdose ist kein Aufwand und sehr nützlich.
Ich habe in die Lenkermaske seitlich ein Loch geschnitten und dort Steckdose
samt Sicherung eingebaut. Anschluss an Plus vor Zündschloss (mit
Prüflampe zu ermitteln: führt immer Strom). Gut für: Zeltlamperl,
Akkus laden, GPS anhängen, Winterzubehör wie heizbaren Nierengurt
oder Visierheizung. Der Einbau von Heizgriffen geht noch einfacher, und
spart das zweite Paar Handschuhe, vor allem im Winter in Verbindung mit
Lenkerstulpen. Anschluss an das Kabel für das Standlicht, dann lässt
man sie nicht aus Versehen an.
Auch an der elektrischen Versorgung hängt der VDO Ölthermometer.
Der Geber sitzt in der Ölablassschraube.


|
|
| |
|
Elektriktroubles
Hatte ich fast keine, zumindest keine Schwerwiegenden. Alles ließ
sich folgendermaßen richten: Erster Tip: Wenn irgendwas nicht so
recht mag, fällt der erste Verdacht auf die Steckverbindungen. Aufmachen,
Kriechöl rein (am besten WD-40, ein Teufelszeug. Oder K-60 Kontaktspray
aus dem Elektronikbedarf, der ätzt die Kontakte blank!), und einige
Male Stecker auf und zu. Meistens geht dann wieder alles. Zweiter Tip:
Masseverbindung checken! Ich habe sicherheitshalber eine zusätzliche
Leitung vom Rahmen zum Lenker gelegt! Auflageflächen sollten metallisch
blank sein und mit Polfett vor Korrosion geschützt. Dritter Tip:
Manchmal isses das Zündschloss oder die Schalter, speziell wenn Motor/Starter
den Dienst komplett verweigern. Etwas WD-40 reinsprühen, einige Male
schalten. Wenns dann wieder geht, bei Gelegenheit zerlegen und Kontaktflächen
reinigen. Besonders lustig wars mal, als auf dem Weg in den Urlaub mitten
auf der Autobahn der Motor ausging. Starter ging auch nicht. Es war Feuchtigkeit
im Killschalter... WD-40 gibt´s übrigens auch in ganz kleinen Döschen,
fürs Werkzeugtascherl! Siehe auch unter Startprobleme/Zündungsprobleme.


|
|
 |
|
Steuerkette
Das sollte man hin und wieder checken, geht schnell: Zuerst die Feder-Halteschraube
(SW19) samt Feder entnehmen, dann den kompletten Spanner abschrauben (2x
Inbus SW5) und den Restweg vom Spannerkolben messen. Da sollten schon
noch ein paar Millimeter Reserve sein. Dann Kolben wieder ganz reindrücken
(vorher Arretierung lösen, sonst geht´s nicht), einbauen, Feder
rein, Feder-Halteschraube draufschrauben. Die sorgt dann wieder für
korrekte Spannung.


|
|
| |
|
Abweichungen
Tenere 500 von 600er
Wer gerne beispielsweise bei Kedo bestellt, dem stellt sich diese Frage
möglicherweise. Ich habs mal recherchiert beim Yamaha-Importeur,
und auch selber ausprobiert:
- Abweichend sind:
Zylinder, Kolben und Bolzen, Kopfdichtung. (Kopfdichtung von XT500N
ist auch etwas anders, da andere Ventilgröße. Geht aber problemlos,
schon ausprobiert. Fußdichtung sowieso)
- Unterschiedlich
sind Ventilschaftdichtungen, Ventilführungen, Ventile, Kipphebel.
- Gleich ist: Kolbenhub
und damit Steuerkette, Kurbelwelle.
- Gleich ist das
komplette Fahrwerk inklusive Auspuffanlage, Schwinge, Kettensatz, Bremsen,
Armaturen, ...
- Gleich ist: Getriebe
komplett
- Gleich sind die
Vergaser und Ansaugstutzen, lediglich anders bedüst.
- Gleich sind Ventileinstellschrauben
- Gleich ist die
Nockenwelle.


|
|
| |
|
Ölaustritt
am Zylinderkopf
Es schaut aus als
ob es bei der Zylinderkopfdichtung herausölen würde. Meistens
ist es dann die Druckleitung. Das ist eine Ölbohrung im Zylinder,
die vom Motorblock bis zum Kopf durchgeht, und jeweils bei den Übergängen
von einem speziellen O-Ring abgedichtet wird. Der schaut wie ein Kragen
aus (zylindrisch), und kostet fast nichts bei Yamaha. Diese Dichtungen
ersetzen, das hilft meistens. Abraten
würde ich von manchen italienischen Nachbau-Dichtsätzen: da
waren genau diese Dichtungen nach ein paar Monaten versprödet, und
die Kiste siffte wieder. Schade um die Arbeit.



|
|
|

Der neue Kill-Schalter (Motor aus).
Weil ich den E-Starter
ohnehin entfernt hatte, konnte ich den nach 14 Jahren defekten Schalter
(Sand) durch einen einfachen KfZ-Zugschalter ersetzen. Befestigung mit
Kabelbindern, Kosten 5 Euro. Und plötzlich kann man auch den leidigen
(österreichischen) Lichthupenschalter so montieren, dass man gut
drankommt.
Ein Vorteil dieser
Anordnung: Aus Versehen Motor in der Kurve durch Anstoßen am Tankrucksack
geht nicht mehr.
|
|
Startprobleme/Zündungsprobleme
Schwachpunkte im Zündstromkreis waren bei mir bislang:
- Seitenständerschalter
(Test: abstecken, Stecker kurzschließen)
- Killschalter (Test:
Kabel abisolieren, kurzschließen oder durch externen Schalter
verbinden)
Beide Teile können
durch Wasser, Sand, Korrosion Kontaktprobleme kriegen. Vor allem bei Problemen
die nicht immer und wiederholbar auftreten, sondern wetterabhängig
sind (Luftfeuchtigkeit), würde ich auf so etwas tippen.
Keine Probleme gab
es bisher mit:
- CDI (original)
- Zündkerzen
(alle 12.000 km gewechselt, immer NGK, nie ein Problem)
- Zündspulen,
Zündkabel, Kerzenstecker (alles noch original)
- Zündschloss:
Nicht der Zündstrom wird geschalten, sondern der Motor durch Schalten
des Zündstroms auf Masse abgestellt. Wenn also das Zündschloss
versifft ist, kann man den Motor eventuell so nicht abstellen - aber
Startprobleme liegen woanders...

|
|

V2A-Krümmer von
Wunderlich
|
|
Edelstahl-Auspuffkrümmer
Der alte Krümmer ist nach gut 10 Jahren kurz hinter dem Auslass abgerostet.
Er wurde durch die endgültige Lösung ersetzt, die subjektiv
auch etwas mehr Kraft bringt:
Der V2A-Krümmer
von Wunderlich (nicht mehr erhältlich).
Kostete etwa 100 Euro, passte problemlos an bestehenden Topf. Bestens.
Bei meinem Modell noch roh und deshalb etwas angelaufen. Mit ABE, 10 Jahre
Garantie.

|
|

|
|
Kotflügel
Der alte wurde
schon etwas weich, weswegen er eine Aluverstärkung erhalten hat.
Die Rückseite wurde mit einem geschlitzten Alublech (Eigenbau) versehen,
um mehr Kühlluft zum Zylinderkopf zu kriegen.
Übrigens: die
dunkelblaue Fläche vor der Verstärkung ist die Originalfarbe.
Da war bis 2000 etwa ein Aufkleber drauf.
Hoch lebe der durchgefärbte
Kunststoff. Was so ein bisschen Afrika und Laternenparken mit der Zeit
anstellen können ...

|
|

Säg, bohr, bieg,
schlitz, feil ...
 |
|

Zu - auf
|
|
Scheinwerferschutz
Sollte gemacht werden, wenn man offroad unterwegs ist. Entweder im Zubehörhandel
kaufen, dann ist meistens das Putzen des Scheinwerferglases mühsam
und erst nach Abschrauben möglich.
Oder selber bauen: man besorgt sich ein Stück festes Gitter, ungefähr
in der Größe passend. Am unteren Rand mit Kabelbindern befestigen,
das wirkt als Scharnier. Oben mit einem Verschluss sichern, z. B. Kistenverschluss
aus dem Baumarkt. Putzen ist eine Sache von Sekunden, Kosten minimal,
und funktionieren tut´s auch. Auf die gleiche Art ist ein Steinschlagschutz
aus durchsichtigem Kunststoff machbar.


|
|

|
|
Drehzahlmesserwelle
Diese Welle ist dämlich verlegt. Original ist sie nämlich mit
einer extra Biegung durch den Ölkühler gefädelt. Was mehrere
Nachteile hat: höherer Verschleiß durch stärkere Biegung,
und weder Ölkühler noch Welle sind vernünftig ausbaubar.
Was lästig ist: Wenn man den Ölkühler nämlich vorne
vom Rahmen löst und wegklappt, kommt man erst vernünftig zum
rechten Einlassventil um es einzustellen :)
Also: So verlegen
wie im Bild gezeigt. Dabei gleich schauen ob die Kunststoffhülle
irgendwo verletzt ist und mit Isolierband bandagieren. Die Welle (Hülle
und Seele) läßt sich am unteren Ende nach Lösen der Schraube
herausziehen, danach kann die Seele nach unten rausgezogen werden. Gut
fetten, unter Drehen wieder einschieben. Die Arretierungsschraube kann
gleich durch ein vernünftiges Exemplar (Imbus oder Sechskant mit
Karosseriescheibe) ersetzt werden, weil der Kreuzschlitz ohnehin bald
vernudelt ist, und dann muss man ausbohren ... :(
Die Tachowelle ist
wesentlich schlauer verlegt, da gibt es keinen Änderungsbedarf. Über
eine Schmierung freut sich die aber auch.


|
|
|
|
Blinkrelais
Wer schon einmal probiert hat, ein normales Blinkrelais uas dem Kfz-Zubehör
anzuschließen, ist wahrscheinlich gescheitert. Der Stecker passt
zwar, aber es blinkt nicht. Yamaha verwendet andere Belegungen.
Die Lösung: Stecker
abzwicken und entweder mit anderer Belegung neu auflöten, oder auf
Flachstecker umrüsten. Die deutschen Relais sind normalerweise mit
folgenden Zahlen gekennzeichnet:
49 = Plus von Blinkerschalter
(Kabel vorhanden)
49a = Plus zum Blinker (Kabel vorhanden)
31 = neues Kabel zur Motorradmasse legen (bei Yamaha normalerweise schwarz)
Dann geht es mit jedem
Autorelais. Dieser Tip funktionierte auch bei meiner SR500.


 
|
|
|
|
Ritzelmutter
Hier hat sich Yamaha leider nicht Gescheites überlegt. Das Antriebsritzel
mit einer Mutter der Schlüsselweite 32 mm festzuschrauben mag zwar
korrekter Maschinenbau sein, aber wer nimmt schon ein passendes Riesenwerkzeug
mit?
Ausweg: Man erstehe
eine Mutter der Schlüsselweite
22 mm und schweisse sie drauf. Ende allen Ärgers. Im Versagensfall
kann man immer noch mit dem 32er Werkzeug ankommen, aber normalerweise
geht die Mutter auch mit dem 22er Schlüssel auf, den man wegen Radmontage
ohnehin braucht.
Hier noch ein Tipp
wie man die Ritzelmutter runterbekommt, wenn man vergessen hat sie vor
dem Motorausbau zu lösen: Gegenhalten


 
|
|
|
|
Tenere-Blau
Fürs Ausbessern kleiner Steinschläge etc hat das Zeug wunderbar
gepasst.
Ist ein Kunstharzlack,
also problemlos zu verarbeiten. Eigentlich wollte ich mir eine Farbe passend
mischen lassen, aber die blaue Basisfarbe war dann die beste Entsprechung:
ADLER Universal Kunstharz-Emaillack
68 BASIS B40
Adler ein österreichischer
Hersteller, aber mit Vertrieb in D und CH. Einfach auf der Homepage Händler
raussuchen.
Die oben erwähnte
Basisfarbe gibts nicht mehr, aber jeder Adler-Händler kann mit dem
Nachfolgeprodukt "Billiant-Alkyd" den Farbton nachmischen, laut
Auskunft vom Werk - das ist ebenso ein Kunstharzlack.
Vorteil: man braucht nicht mit einem Farbmuster aufkreuzen, und dann mühsam
hinmischen lassen. (Stand 2005)
http://www.adler-lacke.at


 
|
|
|
|
Faltenbälge
gelb
Passenden Ersatz gibt es bei Götz: http://www.goetz-motorsport.de
und nach "faltenbalgsatz" suchen. (Stand 2005)


 
|
|
|
|
Auspuff
Sito
Den Sito-Endtopf gibt es günstig bei Götz: http://www.goetz-motorsport.de
Er hat einen etwas
besseren Sound, ist aber weitgehend dem Original entsprechend und hat
ABE - und die Flöte ist unverlierbar eingeschweisst :-)
Die Leistung ist subjektiv etwas besser als original, keinesfalls schlechter.
Passgenauigkeit sehr gut, Optik OK. Immerhin: schwarz.
Einziger Nachteil aus meiner Sicht: er ist rostempfindlicher.
Artikelnr. 3156764
Euro 179,- (Stand 2005)


 
|
|


|
|
Polradabzieher
Für Selberbauer, dieser hat schon ein paar Mal gut funktioniert.
Passt auf die 1VJ, 2RX, sollte auch für 2KF gehen ...
Alles an meinem Abzieher gemessen
- die LiMa ist wieder eingebaut ...
Besser nochmal an eigener LiMa nachmessen.
Man nehme:
- Ein Stück
Stahl, mind. Durchmesser 90 mm und Dicke 10 mm
- Eine stabile Abdrückschraube
hoher Güte (8.8, besser 10.8) M14 Feingewinde
- Eine passende Mutter
- Drei Schrauben
M8 x 60-100 und Beilagscheiben (Länge abhängig von Abdrückschraube)
- Ein Druckstück
zur Schonung zwischen Abdrückschraube und Kurbelwelle
- Ständerbohrmaschine
(zur Not tuts ein Akkuschrauber)
- Bohrer 8,5, 10
mm und 14mm (oder Rundfeile ...)
- Schweißgerät
oder Lötzeug
- Zirkel
Eisentrumm mittig
anzeichnen, mit Zirkel Kreis ziehen r = ca. 36 mm (für 1VJ, an einer
XT600 hatten wir mal 44 mm ...)
Auf dem Kreis mit
Winkel 120 ° drei Markierungen machen (oder mit Zirkel drei mal abschlagen
mit etwa 63 mm)
Mittig Loch 14 mm
bohren/auffeilen
Auf dem Kreis 3x Loch
10mm bohren. Die Löcher sind deutlich größer als die Schrauben,
die sich dadurch genau und ohne Seitenkräfte einrichten können.
Auf Mittelloch die
Mutter auflöten oder schweißen. Bei Verwendung sollte die Mutter
zum Motor hin zeigen, dann wird die Verbindung nur auf Druck beansprucht,
da reicht Weichlot ...
Fertig. Platte mit
drei 8er Schrauben im Rotor verankern (Beilagscheiben nicht vergessen).
Dann Abdrückschraube und Druckstück ansetzen (Druckstück
aus weicherem Material, ein paar cent-Stücke könnten notfalls
auch klappen? Ideal ist ein Alu Drehteil). Abdrückschraube festziehen
mit Ringschlüssel, gegenhalten an der Mutter mit Gabelschlüssel.
Wahrscheinlich kommt der Rotor da noch nicht runter, das ist normal.
Dann zwei Möglichkeiten:
- mit einem ordentlichen
Hammer beherzt EINMAL auf die Schraube dreschen, oder
- mit einem Pressluft-Schlagschrauber
die Abdrückschraube festziehen.
In beiden Fällen
sollte sich der Rotor mit einem lauten "Knack" vom Rotor lösen.
Besser vorher unterhalb ein paar Lumpen hinlegen damit er evt. weich fällt
...
Wenns nicht geht:
Polrad nahe dem Zentrum mit Flamme oder besser Heißluftgebläse
erwärmen. Abzieher nachziehen. Prellschlag.
Bei Bedarf wiederholen. Zwischendurch immer wieder checken ob der Abzieher
noch gerade sitzt und sich nichts verbiegt.
Das schwierigste an
der ganzen Aktion ist das Besorgen der Abdrückschraube. Im Schraubenhandel
nach einer Feingewindeschraube dieser Größe fragen,
mit durchgehendem Gewinde, und am besten gleich eine Handvoll Muttern
dazukaufen! Oder drehen lassen. Wichtig ist guter Stahl, feines Normgewinde
und ordentlicher Durchmesser! Das Ende wird "angespitzt".
Die Schraube lässt sich für mehrere unterschiedliche Abzieher
verwenden.
Meine ist ja ursprünglich für einen MZ-Kupplungsabzieher ...
Ah ja: Zusammenbauen
erfolgt trocken, fettfrei, sauber (Konus und LiMa). NICHT ölen, fetten
oder sonstwas! Und Drehmomentschlüssel verwenden, danke.
Nachtrag: Anstatt
Druck aufs Gewindeende der Kurbelwelle zu geben, kann man auch ein Stück
Wasserrohr
als Druckstück verwenden und direkt auf den Konus aufsetzen,
um das Risiko von Beschädigungen zu verringern.


 
|
|
|
|
Hupknopf,
Starterknopf
Der Knopf gibt irgendwann auf, weil das Material versprödet und der
Kragen, welcher den Knopf im Gehäuse hält, abbricht. Mit etwas
Glück bleiben Feder und Kontaktstift erhalten.
Bastler machen sich
einen neuen Knopf, Nichtbastler kaufen Ersatz bei Kedo.de oder E-Bay.
Für Bastler:
eine sogenannte "Dübellehre" in 8 mm aus dem nächsten
Baumarkt sollte eine brauchbare Basis darstellen - aus massivem Kupfer,
und der Kragen ist schon dran.
Sollte jemand aber
mit der Drehbank an eine Edelfertigung aus Stangenmaterial gehen (Alu):
ich wäre bitte mit 4 Knöpfen dabei. SR 500, XT 500 und XT 600/Tenere
haben nämlich die gleichen ...
Dieser Tipp ist von
Roland P. aus Stuttgart:
Triumph-Teile passen und das beste ist, beim guten Triumph-Händler
kann man die Dinger einzeln kaufen. Habs an meiner TR1 (Hupe und Starter)
ausprobiert und die hat die gleichen Lenkerarmaturen wie die SR 500. Na
ja Starterknopf hat die SR ja nun nicht aber die Hupenknöpfe sind
gleich.


 
|
|
| |
|
Zündkerze
In der Tenere halten Standardkerzen ewig, sie springt
damit gut an, was will man eigentlich mehr? Wenn eine andere Kerze Mehrleistung
oder leichteres Anspringen bringt, ist irgendwas nicht in Ordnung, also
Vergaserbedüsung usw.
Es
sind NGK-Kerzen vom Typ DPR8EA-9 empfohlen.
Das
"P" im Auftakt bedeutet, dass die "Isolatorspitze vorgezogen"
ist, was man sofort sieht, wenn man eine DR7 (frühere Modelle) und
DPR8 miteinander vergleicht. Die "P"-Typen gabs früher
garnicht, jetzt sollte man meinen, dass die restliche Konstruktion der
Kerze so gestaltet ist, dass der Wärmewert trotz der "vorgezogenen
Isolatorspitze" der Gleiche ist, aber vermutlich ist das im Luftgekühlten
ein bisserl anders und die "P"-Kerze wird wärmer, weshalb
die Yamahisten lieber eine 8er empfehlen.
Daher
lieber eine DP(R)-kerze, dafür ein 8er Wärmewert.
Die vorgezogene Spitze erleichtert oft das Anspringen, auch wenn sie mal
ersoffen ist. Der Wärmewert 8 stimmt auch bei mittelmäßig
getunten XT600, vielleicht sollte man in der Wüste, zumal mit unklarem
Sprit, eine 9er nehmen.
Wunderkerzen,
egal ob Brisk, GoldenLodge, Splitfire, wurscht ob Titan, Platin, Palladium,
Silber, sind an einem guten 600er Motor unnötig..
Der spürbare Unterschied liegt nur im Preis. Und bei €3.- die
ich für eine Standard-NGK zahle, kann ich ja auch schon mal nach
30.000km wechseln, nicht erst nach 100.000km :-)


 
|
 |
 |
 |