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Ergänzung
zu 2.1 Einführende
Beschreibung
Zylinderkopffragen |
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Worum geht´s
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Tips und Wissen rund um den Kopf.
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Was im Bucheli steht
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Nur über Originales, und da nicht alles. Das Forum ist hier eine
Fundgrube ...
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Harte
Ventilfedern
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Sven weiß wieder was:
Für jeden
Motor gibt es eine Drehzahl, ab der die Steuerung mit Sicherheit versagt
(übrigens auch dann, wenn sie Schließerhebel hat...). Das ist
dann der Fall, wenn die Teile der Steuerung der Nockenkontur nicht mehr
"folgen" können.
Im Falle der SR hieße das, daß der Kipphebel bei geöffnetem
Ventil nicht mehr am Nocken anliegt. Dann folgt das Ventil nicht mehr
der durch die Nockenform vorgegebenen Ortskurve und lernt u.U. den Kolben
näher kennen...
Bei welcher Drehzahl
das der Fall ist, hängt von vielen verschiedenen Größen
ab. Wichtig in diesem Zusammenhang sind insbesondere die Schließkraft
der Ventilfedern, die Masse der bewegten Bauteile (z.B. Ventil, Keile,
Federteller, Feder, Kipphebel ...) und die Ventilerhebungskurve, d.h.
die Ortskurve des Ventils als Funktion des Kurbelwinkels. Grob gesprochen
ist eine Steuerung umso drehzahlfester, je härter die Ventilfedern,
je leichter die bewegten Massen, je geringer der Ventilhub und je länger
die Steuerzeiten sind.
Mit der Ventilerhebungskurve
ist das allerdings so eine Sache, lange Steuerzeiten und wenig Hub allein
bedeuten leider noch gar nichts. Wichtig ist, daß die Kurve sanft
und "ruckfrei" ist. Man kann das mit dem mathematischen Begriff
der Ableitung einer Funktion genauer beschreiben, anschaulich (aber nicht
ganz korrekt) soll die Ventilerhebungskurve möglichst große
Krümmungsradien haben.
Die von Ducati
verwendete Zwangssteuerung der Ventile (Desmodromik) verwendet nur Hilfsfedern,
die im Prinzip entbehrlich sind. Neben dem Öffnerhebel (Kipp- oder
Schlepphebel, je nach Motortyp) gibt es noch einen Schließerhebel(Kipphebel),
der den Ventilschaft unter einem Bauteil ähnlich wie ein Federteller
mit seinem gegabelten Ende umschließt. Dieser Hebel wird von einem
Komplementärnocken betätigt und zieht das Ventil wieder hoch.
Man muß bei dieser Steuerung pro Ventil zwei Spiele einstellen,
das des Öffnerhebels (das "Normale") und das des Schließers,
welches festlegt, wie nahe das Ventil an den Sitz gezogen wird. Man geht
da nicht ganz auf Null, damit der Hebel bei geschlossenen Ventil nicht
mit Vorspannung am Schließernocken anliegt, aber knapp davor. Um
dieses unvollständige Schließen zu beheben, ist bei den Straßenmodellen
eine Schenkelfeder am Schließhebel angebracht, die die letzten paar
Hundertstel übernimmt. Bei Rennmotoren läßt man die weg,
der Kompressions- bzw. Verbrennungsdruck drückt das Ventil sowieso
auf seinen Sitz. Der Wesentliche Unterschied zwischen der Desmodromik
und der herkömmlichen Steuerung läßt sich also mit "Form-
statt Kraftschluß" beschreiben.
Was den "Materialmord"
durch hohe Drehzahlen angeht hast Du insofern recht, als alle Massenkräfte
proportional zum Quadrat der Drehzahl wachsen, d.h. bei doppelter Drehzahl
zerrt der Kolben im OT viermal so stark am Pleuel (zweite Ableitung).
Bei 8000/min wird er bei der XT/SR500 mit ca. 40.000 m/s^2 d.h. 4000g
beschleunigt, zieht also mit ca. "2 Tonnen" am Pleuelauge. Entsprechendes
gilt auch für die Kräfte am Ventiltrieb, je höher man dreht,
umso quadratisch unangenehmer macht sich die träge Masse des Ventils
bemerkbar.
Eine genaue Grenze
zwischen "Körperverletzung" (die beginnt wohl, so bald
der Motor läuft) und "Mord" am Material läßt
sich wohl nur schwer festlegen. Ich hab' in den SR cup Rennen meinen XT
Motor regelmäßig über 9000/min gedreht (hatte bei 9400/min
laut Prüfstand ja noch 34PS). Dem Ventiltrieb (R&D Federn, Alufederteller,
erleichterte Kipphebel und Ventile, Megacycle Nockenwelle) hat das überhaupt
nicht geschadet, auch Kolben (Mahle)und Zylinder (Nikasil) sahen immer
sehr gut aus, was allerdings auf Dauer leidet, ist das obere Pleuelauge.
Das wird im Laufe der Zeit oval. Man merkt das an einem harten, mechanisch
lauten Motorlauf. Wenn man dann nicht einfach immer weiterfährt,
bis es kracht, genügt es, einen neuen Pleuelkit und einen neuen Kolbenbolzen
zu montieren, da zunächst mal keine Folgeschäden auftreten.
Ignoriert man diese Anzeichen, hat man wohl gute Chancen, daß das
Pleuel im Auge reißt.
7500 kann die Steuerung
vom Serienmotor ab, und die Kolbengeschwindigkeit ist auch vollkommen
harmlos (übrigens, was soll die eigentlich mit den Ventilfedern zu
tun haben?)
Auf jeden Fall
sollte man sich den Kolben und den Kurbeltrieb nach einem Motorschaden
sehr genau anschauen, ehe man sie weiterverwendet. Beim Kolben achte man
besonders auf den Einstich für den oberen Kompressionsring, der Ring
muß leicht beweglich sein!
Die R&D Federn
für die SR/XT/TT500 sind ungespannt über 52mm lang (Außenfeder),
die serienmäßigen haben irgendwas um 44. Mit der Seriennockenwelle
sind die brutalen R&Ds (=harten Ventilfedern) aber echt rausgeschmissenes
Geld!
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Ventilführungen
und Ventilschaftdichtungen
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Sven weiß wieder was:
Bei der Reparatur
eines Zylinderkopfes muss man damit rechnen, daß der Wechsel der
Ventilführung etwas aufwendiger als normal sein kann, wenn die gesprengte
Führung die Bohrung, in der sie sitzt auch noch zerstört hat.
Dann kann es sein, daß diese nachgearbeitet werden muß und
man evt. eine speziell angefertigte Führung braucht.
Prüfung der
alten Ventilführungen:
- Zuerst mal:
Ventilfedern und Ventilschaftdichtungen müssen demontiert sein.
- Mit Bremsenreiniger
und Preßluft reinigen.
- Sichtprüfung,
ob die Bohrung sauber aussieht
- Strenggenommen
solltest du sie danach entweder messen oder lehren, aber wenn du das
ebenfalls gesäuberte Ventil mal reinsteckst (ohne Öl) und
das Spiel in Fahrtrichtung nicht fühlbar größer ist
als quer dazu, und mit Öl praktisch kein Spiel mehr zu spüren
ist, dann kannst du davon ausgehen, daß die Führung passt.
rei97 sagt (in etwa):
Das längs-
quer Bewegen zeigt fast immer , dass der Ölverbrauch von den Ventilschaftdichtungen
kommt.
Selbst Kolben wurden getauscht Zylinder geschliffen, aber der Kopf ist
einfach wieder draufgeschraubt worden. Leider ist dieser Pfennigartikel
ist halt nur mit erheblicher Bastelei tauschbar.. Nichts desto Trotz :
Spasteln macht Bass..
motorang tippt:
Nicht bei den VS-Dichtungen
sparen. Ventilschaftdichtungen dürfen ruhig original Yamaha sein,
dann halten sie viele Jahre. Die Elastizität mancher Nachbauten bewegt
sich hingegen im Wochenbereich ...
Vor dem Drüberstreifen das manchmal scharfkantige Ventilende mit
etwas Tesaband umkleben, das schont die Dichtlippe.
Sven: Es genügt
völlig, die Schaftdichtungen händisch, also ohne Rohrstück
o.Ä. auf die eingeölte Führung aufzudrücken. Die Dichung
"rastet" sozu-
sagen ein auf der Führung. Danach kannst du das Ventil
ohne irgendwelche weiteren Schutzmaßnahmen ganz normal in die Führung
bzw. durch die Dichtung stecken, bloß etwas Öl sollte dran
sein.
(Anmerkung von motorang: Das gilt wenn man die
VSD vor den Ventilen montieren kann, also wenn der Zylinderkopf demontiert
wurde - und wenn die Ventilenden abgerundet sind)
Ventilführungen
tauschen geht prinzipiell auch in Heimarbeit:
Kopf schön warm machen (so etwa 150 Grad) und mit einem geeignetem
Dorn die alten Führungen austreiben.
Die Passbohrungen, in denen die Ventilführungen gesessen haben, müssen
danach auf riefen und Grate untersucht werden, wenn die Oberfläche
der Bohrungen nicht absolut top ist, werden die neuen Führungen beim
Einbau fressen, Material vor sich herschieben und die Bohrung aufweiten.
Wenn das passiert kann es unter Umständen passieren, das sich die
Führungen im Betrieb lösen.
Sind
die Bohrungen ok, dann muss der Kopf wieder aufgeheitzt werden. Hat der
Kopf dann die richtige Temperatur, dann können die neuen Führungen,
die vorher im Tiefkühlfach möglichst weit runtergekühlt
wurden, mit einem passenden Dorn eingesetzt werden.
Im
Idealfall fallen die Führungen jetzt fast von alleine in die Bohrungen,
meist sind aber noch ein paar beherzte Schläge mit dem Hammer nötig.
Werden
die originalen Ventilführungen verwendet, dann haben sie jetzt nach
dem Einschrumpfen schon das richtige Innenmass und die Ventile können
eingesetzt werden. Dann sollten aber die Ventilsitze leicht nachgefräst
werden, da das Ventil in der neuen Führung im bereich von einigen
hundertsteln Millimetern versetzt zur alten Position sitzen kann.
Und
das ist der Haken am Selbermachen:
Da kein normalsterblicher einen Satz Ventilsitzfräser in seinem Werkzeugsatz
hat, muss der Kopf dann doch zum Motoreninstandsetzer. Und weil der Ein-
und Ausbau der Führungen dort kaum was kostet, lohnt sich der Aufwand
des Selbermachens fast überhaupt nich, erst recht nicht, wenn man
sich bei der Aktion eventuell die Grundbohrungen für die Ventilführungen
versaut.
Noch
ganz anders sieht es bei den Bronzeführungen, die es z.B beim Kedo
gibt, aus. Die sind nur vorgebohrt und müssen exakt auf Mass gerieben
werden. Das hat dann den Vorteil, dass die Bohrungen dann noch exakter
sind, allerdings geht da ohne passende Maschinen und Werkzeuge überhaupt
nichts.
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Kipphebelachsen


Achse (oben) und
ausgeschlagener Sitz
Test
von rei97:
Bei
60000km ist das oft so - dann klappert es gewaltig.
Die
Kipphebelachse in der Rockerbox ist ausgeschlagen. Die Nocke trägt
dann schief. Feststellen lässt sich das, indem man eine lange 6 er
Schraube in die Kipphebelachse einschraubt. (nicht festdrehen !!!!!!!!!)
und dann im OT vertikal an der Schraube wackelt...Spiel spürbar?
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Eine Schwachstelle der 2J4-Modelle ist anscheinend die Kipphebelachs-Lagerung
in der Rockerbox (=Zylinderkopfdeckelhaube). Zum Verständnis:
Bei alten Zylinderköpfen
(2J4-Serie bei der SR, XT glaub ich bis 1982) können sich die Kipphebelachsen
im Kopf frei drehen. Das ist OK solange der Kopf und die Wellen neuwertig
sind, und verzögert Verschleiß weil sich die Achse immer mal
etwas dreht und so gleichmäßig abgenützt wird, theoretisch.
Wenn der Verschleiß aber mal da ist, und eine Achse einseitig abgenützt,
dann führt das zu Problemen. Wenn sich die Welle dreht, ändert
sich das Ventilspiel ...
Außerdem schlagen durch die fehlende Fixierung (also geringes Spiel
in der Lagerung) gerne die Lagerstellen in der Rockerbox aus, werden oval.
Das Ventilspiel ist dann selbstverstellend, lautes Geklapper oft die Folge.
Neuere Köpfe
(48T) kennen das Problem weniger deutlich. Hier sind die Kipphebelachsen
durch Schrauben bzw. Federn in ihrer Drehung eingeschränkt. Die Lagerungsbohrungen
bleiben intakt. Wenn hier etwas verschleißt, dann ist es die Achse
selbst.
Angeblich fixieren
manche Umbauten auf Doppelschmierung die Kipphebelachsen axial durch Federkraft.
Sagt der Wunderlich halt ... An der Ausschlagerei wird das nicht viel
ändern.
Jedenfalls gibt es
bei 2J4-Köpfen zwei vernünftige Wege der Verbesserung/Reparatur:
- Wenn die Lagerung
der Kipphebelachse noch halbwegs OK ist: ggf. Achse tauschen, und zukünftig
Achse in der Rockerbox mit Gewindestift, Schraube oder ähnlichem
fixieren. Damit ist das Lagerspiel ganz weg, die Achse dreht sich nicht
mehr, die Lagerung bleibt auch zukünftig heil. Man durchsuche das
SR-Forum nach dem Begriff Kipphebel und Beiträgen von sven und
peterausderpfalz. Kurzfassung: Von oben die Achsbohrungen mit 4,8 anbohren,
M6 Gewinde rein. Madeninnensechskantschraube reinschrauben +kleben,
fertig. Es wird von OBEN gebohrt, es wird nach UNTEN geklemmt.
- Wenn die Lagerung
schon übern Jordan ist (siehe links): NICHT MEHR SO WEITERFAHREN!
Du ruinierst Dir die Nockenwelle auch noch damit. Der einzige Weg diesen
Deckel noch zu retten: Kunstfertig in eine Drehbank einspannen (lassen)
und Buchse rein. Im Forum existieren mancherlei Umbauversuche (z.B.
fpg hats mit Teflonhülsen probiert), über deren Haltbarkeit
ich leider zu wenig weiß um hier eine empfehlen zu können.
Man durchsuche das SR-Forum nach dem Begriff Kipphebel oder Teflon und
Beiträgen von fpg, oder schaue direkt auf der fpg-Seite:
Bilder sagen mehr als Worte . Ausbuchsen im Kopf macht kaum noch
ein Anbieter. Ist wohl ein Affengeschäft, die Rockerbox parallel
zur KW-Achse auf die Drehmaschine gespannt zu bekommen.
 
- Für den Preis
von 110-130 €/Bohrung (also das Doppelte pro Kopf) mag das keiner
mehr so recht machen (-> Anfragen bei KEDO und PRM). Als Alternative
bietet (bzw. bot) PRM Aufbohren der Lagerungen, Aufspindeln der Kipphebel
und Verwendung von Übermaß-Achsen an. Kostet aber nicht weniger
pro Bohrung, da ja noch die neue Achse dazu kommt.
Mir würde zumindest
für unterwegs als Notreparatur noch einfallen, die Achse mit Buchsen-
und Lagerkleber (Loctite) zu fixieren. Hab ich aber ausdrücklich
noch nicht ausprobiert!
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Kipphebelachslagerung
richten

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Pointer:
Die
folgende Methode ist für den Straßeneinsatz (also auf Dauer)
noch im Versuchsstadium, läuft beim rei97 seit ein paar tausend km
ohne Probleme, aber arg viele tausende sind das halt noch nicht. Der rei
ist vom Fach und meint das müsste halten, andere vom Fach sind da
aber etwas skeptischer. Die Dauer wird's weisen.
Der
Sepp aus der SR-Cup-Szene), der die Methode ausgedacht und ursprünglich
angewendet hat, berichtet keine Nachteile. Allerdings macht der das an
seinen Rennmotoren und die haben ja ein anderes Anforderungsprofil. Dazu
flacht er auch noch die Kipphebelachsen oben leicht an (besserer Halt
für die Made) und verklebt die Achsen zusätzlich vorsichtig
mit Loctite Lagerkleber durch die neue Bohrung. Betonung auf vorsichtig,
wer schon mal einen dummerweise via überschüssigem Kleber mitverklebten
Hebel wieder lösen musste, weiß warum. Rei97, der Sepps Tipp
aufgeriffen hat, beläßt es beim Bohren-Gewinde schneiden -
Made rein. Das wird hier dokumentiert.
Üblicherweise
sind die rechten (Kickerseitigen) Lagerbohrungen ausgenudelt.
Der Gag ist, entsprechende gekonterte Madenschrauben von oben in die Rockerbox
einzubohren, weil die Achsen sich ja nach oben einlaufen. Wenn man die
Maden von unten setzt, presst man die Achsen in die bereits ausgelaufenen
Bereich der Lagerung und das wäre Quatsch, da die Kipphebel dann
schief laufen.
Nur manchmal nötig: Fixierung links.

Eher mal zu machen: Fixierung rechts
Das
Loch für die Made am Einlass wird von oben durch den rechten Bügel
der oberen Motor-Rahmenbefestigung gebohrt. Gewinde beginnt logischer
Weise erst unter der horizontalen Bohrung für den Motor-Befestigungsanker.
Und da ist satt Material.



Die
Made für den Auslass sitzt rechts neben dem Stutzen für die
Kopfentlüftung auf der Rockerbox. Da könnte man von etwas wenig
Material reden, aber - wie gesagt - es hält beim Rei bislang.
Rei97:
Zur
Beurteilung muß die Bohrung und die Achse mit Bremsenreiniger ölfrei
gemacht werden. Dann die Achse auf der Sackseite beim rauf und runter
Bewegen beobachten, ob da ein Spalt sichtbar wird. Sitzt die Achse noch
press, wie oben beschrieben, dann ist meist auch kein Spiel erkennbar.
Spiel tritt häufiger am Auslaß ein, als am Einlaß.
Die
M6 Gewinde für die Maden nur bis zum 2. Gewindebohrer schneiden (wenn
man einen Dreiersatz mit Vorschneider und 2 Fertigschneidern hat, ist
das der mit einem Strick markierte, Anm. von motorang),
dann geht das Gewinde schön eng und Dichtmittel sind fast überflüssig.
Das Gewinde an dem Befestigungsbügel beginnt erst 6mm unter der Querbohrung
Oberhalb mit 6,5 aufbohren.
Die Made muß jedenfalls abgeflacht werden, wenn sie eine Spitze
hat.
Die Achsen können abgeflacht werden, das geht an einem Schleifbock
oder mit der Flex ganz einfach. Die Abflachung braucht nicht größer
als 6mm sein..
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Geklapper
im Zylinderkopf
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rei97: Mehrere Ursachen möglich:
-
Ventilspiel kann man fühlen...bei 0, 2 fällt das Mehr auf,
geräuschlich merkt man noch gar nichts.
-
Eine bei den meisten 2J4 existente Klapperquelle ist die spielbehaftete
Kipphebelachsbohrung. Einfache Reparatur mit Schraube von oben ist möglich.
- Kettentrieb
der Nocke
- Kolbenkippen
(wenn mans nicht kennt)
Unten
beginnend gibt es:
- Lose
Primärtriebmutter
- Nicht
richtig eingestellte Steuerkette (nur minimalstes Pümpeln)
- Fehlende
gummierte Scheibe im Steuerkettenspanner
- Gelöste
Nockenwellenschraube (soll eingeklebt werden)
- Lockere
oder gebrochene Steuerkettenschiene.
In
den folgenden Fällen muß der Motor nicht raus:
Ventilspiel, Steuerkettenspannung , gummierte Scheibe, Primärtriebmutter,
Nockenschraube.
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Nockenwelle
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Die Nockenwelle ist im XT/SR-Motor ein unauffälliges und zuverlässiges
Teil - wenn man auf ein paar Kleinigkeiten achtet:
- Beim Zusammenbau
reichlich fetten bzw. mit MOS-Einlaufpaste einsalben. Auch sicherstellen
dass gleich am Start genug Öl da ist - einen Teil des Öls
in den Motorblock geben statt nur in den Tank, die Öltaschen im
Kopf schön füllen, die Ölpumpe eventuell von außen
mit ner Spritze füllen (geht einfacher wenn man an der anderen
Seite noch am Radl drehen kann), die Zulaufleitung vom Rahmentank entlüften
(unten lupfen bis es rausläuft), man kann auch das Ölfiltergehäuse
durch die Kontrollbohrung oben mit der Spritze auffüllen.
- Nicht zu viel untertourig
fahren, da leidet die Ölversorgung an der hochbelasteten Nochenspitze
- der geht es bei mittleren Drehzahlen wesentlich besser (speziell in
der Warmlaufphase).
Hiha zur Frage nach der Stelle an der Nockenwelle mit der höchsten
Beanspruchung: Im Leerlauf ist es die Bergspitze und kurz davor,
bei höheren Drehzahlen ist es der Anstieg wo er am steilsten ist,
die Spitze ist entlastet. Der Leerlauf kann eine Nocke mehr schädigen
wie hohe Drehzahlen, was auch mit der grösse der aufeinanderpressenden
Radien zusammenhängt. Ein grosser Radius verträgt Druck.
Manchmal
stellt sich die Frage, was man da für eine Nockenwelle hat.
Serie oder Tuning? Wenn sie chromfarben ist dürfte es eine alte 2J4
Originalnocke sein. Wenn sie grau ist, ist es wahrscheinlich:
- 48T
bis 1990/91 für 25 KW
- 3EB
ab 1990/91 für 17/18 KW (Hiha: Sie unterscheidet sich optisch
übrigens durch eine eingestochene Nut links vom rechten Lagersitz)
- eine
Tuningnockenwelle
Zur
genaueren Beantwortung ist es notwendig sie zu vermessen.
Übrigens... hier
ein paar gute Seiten zum Thema: Nockenwellen
Gradscheibe
1)
Den Grundkreis, also den kleinsten Durchmesser der Nockenlaufbahn messen
(also quer zur Nocke). Wenns weniger als 32 mm sind wurde die Nocke schon
mal nachgeschliffen/umgeschliffen.
2)
Den größten Durchmesser der Nockenlaufbahn messen (also über
die Nocke). Das lässt Rückschlüsse auf die "Schärfe"
zu, wichtiger sind dabei aber die Steuerzeiten und die Flankenwinkel.
Zur
genaueren Beurteilung ist es unerlässlich die Ventilerhebungskurve
aufzunehmen.
Dazu
muss die Nockenwelle im Motor eingebaut und der Zylinderkopf funktionsfähig
sein.
- Der
Motor sollte einfacherweise raus (es geht mit entsprechendem Equipment
auch eingebaut), die Ventileinstelldeckel runter.
- Polrad
freilegen, Kerze raus.
- Gradscheibe
oder Markierungen aufs Polrad.
- Ventilspiel
auf null einstellen.
- Messuhr
so befestigen dass der Taster am Ventil oben neben dem Kipphebelende
aufsitzt, parallel zum Ventil ausgerichtet.
- Idealerweise
einen Helfer abstellen der Werte notiert (ich hab das damals mit Diktiergerät
gemacht weil ich zum Messen beide Hände brauchte).
- Im
Verdichtungs-OT mit der Messung beginnen (Uhr genullt).
- In
Schritten von 5 Grad (Kurbelwelle) Werte ablesen und in Tabelle eintragen.
- **Zusätzlich
die Gradzahl vermerken wo die Ventile jeweils 1 mm offen/geschlossen
sind, und wo der maximale Hub anliegt.
- Zwei
Kurbelwellendrehungen pro Ventil durchmessen (entspricht einer Nockenwellendrehung).
**)
Hiha: Damit man die Charakteristik von Ventilerhebungskurven besser
miteinander vergleichen, und die gesamte Kurve, inclusive der Anlauframpen
gemessen werden kann, sollte man die Steuerzeiten mit auf null gestelltem
Ventilspiel, direkt am Ventil (oder Federteller) aufnehmen.
Da Ventilerhebungen zum Ausgleich des Ventilspiels eine Anlauframpe besitzen
(ausser diejenigen für hydraulischen Spielausgleich, weil die ja
kein Ventilspiel haben) sollte man für vergleichbare Ergebnisse die
Vergleichssteuerzeit* auf einen bestimmten Ventilhub festlegen, der deutlich
über dem vorgeschriebenen Ventilspiel liegt. Das ergibt bei unseren
grösserventilhubigen Motoren 1mm, bzw 0,04inch, es gibt aber keine
Norm dafür. Andere Nockenwellenfirmen nehmen 0,5mm oder ganz was
Anderes. Gibt heute jemand Steuerzeiten* ohne zugehörigen Messhub
an, ist dieser Wert nutzlos, und nicht für Vergleiche zu gebrauchen.
*Steuerzeit
= beispielsweise "Einlassventil öffnet 20,6 Grad vor OT"
Hier
die Beschreibung meiner Messerei an der SR.
Mangels Wissen hatte ich direkt am Ventilteller gemessen 
Mit
den entsprechenden Werten fragt man freundlich in einem der SR/XT Technikforen
an, da gibt es eine Handvoll Leute die damit was anfangen können.
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Paarung
von Nockenwelle und Kipphebeln
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Bei Reparaturen und Upgrades stellt sich die Frage,
ob man jede Welle mit allen Kipphebeln paaren darf ... man darf NICHT!
KIPPHEBEL:
- Die
alten Kipphebel des Modells 2J4 haben hartverchromte Laufflächen
mit Ölbohrung (dort beginnt auch der Verschleiß der Hebel)
- Die
neueren von der 48T haben an dieser Stelle ein verschleißfesteres
Material eingelassen (Hartblockkipphebel) und die Ölbohrung daneben.
Die 48T Kippler spritzen auf die Laufflächen, beim Einlaß
VOR den Hartblock, beim Auslaß NACH dem Hartblock. Das Öl
muss noch ne runde mitfahren und wird von der Fliehkraft weggewischt.
Als Ersatzteil sind nur noch die neueren Hartblockhebel erhältlich.
Übrigens
werden die gleichen Teile (mit der gleichen Nummer) am Ein- und Auslass
verwendet, sind später nur am unterschiedlichen Verschleiß
auseinanderzuhalten.
Hiha
zum Thema "Erleichterung der Kipphebel":
Die Dinger sind einsatzgehärtet, d.H. nur die Randschicht ist
auf ca. 1,5mm mit Kohlenstoff angereichert und dadurch härtbar. Das
ist gut für die Dauerfestigkeit. Je mehr Du aussen abnimmst, desto
mehr schwächst Du die Struktur. Nachaufkohlen und Härten fällt
wegen des Hartblocks aus. Ich hab das Trägheitsmoment gemessen, und
zwar in verschiedenen Bearbeitungsstufen. Aufgrund der Ergebnisse würde
ich definitiv nur vorn und hinten was abnehmen, den Steg nicht anspitzen,
und aus Festigkeitsgründen auch an der Unterseite der Druckschraube
nix wegnehmen:

NOCKENWELLE:
2J4: Nockenhub = 10 mm
48T: Nockenhub =10,7 mm macht so um die 2 PS aus.........
- Die
2J4 Standardnockenwelle läuft mit beiden Kipphebelarten. Allerdings
sollte man bei Umbau von 2J4-Hebeln auf neuere Kipphebel den Nockenspitzen
die "herausgeaperten" Erhebungen abnehmen, die durch die Ölbohrung
in der Kipphebelgleitfläche entstanden sind, sonst sind die neuen
Kipphebel sofort durch Überlastung im Allerwertesten.
- Die
48T Standardnockenwellen und die meisten Tuningnockenwellen sind nitriert
(fühlbar raue und sichtbar graue Oberfläche). Empfohlen ist
die Verwendung der neueren Hartblockhebel. Die Verwendung von Hartchromhebeln
ist auch möglich, aber Letztere müssen in einwandfreiem Zustand
sein, und die Nockenwelle sollte vorher unbedingt poliert werden (oder
gebraucht sein, dann sind die Rauigkeiten auch meist schon weg - die
Laufflächen glänzen), weil es die sonst herunterradiert. Polieren:
Mit 1000er Schleifpapier erst trocken, dann mit Öl abziehen.
KIPPHEBELCHSEN
Grundsätzlich
können 2J4-Achsen auch mit 48T-Kipphebeln kombiniert werden.
- 48T-Achsen
weisen durchgehende Bohrungen quer zur Achse auf. um die Achse im Kopf
zu fixieren. Dadurch bleiben die Kipphebelachsen-Lagerbohrungen heil
und die Kipphebelchse verschleißt (leicht ersetzbar).
- 2J4-Achsen
haben keine Querbohrung weil sie sich im Kopf drehen sollen. Dadurch
bleibt die Achse heil, aber die Kipphebelachsen-Lagerbohrungen verschleißen.
VENTILEINSTELLSCHRAUBEN
Testonalin:
die
normalen einstellschrauben sind einteilig. der bereich, der auf den ventilschaft
drückt ist chromglänzend und konvex kugelabschnittsförmig.
die
kedoschrauben sind zweiteilig. bilder gibt´s auf der homepage vom
sponsor oder im katalog. in dem gewindeteil ist am unteren ende eine frei
drehbare kugel eingelegt, die eine fläche an einer seite hat. diese
fläche soll zum ventilschaft weisen. dort wird das spiel gemessen.
der vorteil ist, dass die flächen immer plan aufeinanderliegen, weil
die kugel sich ausrichtet sobald druck entsteht. somit gibt es an dieser
stelle (ventilschaft) verminderten verschleiß.
bei
den herkömmlichen schrauben "rutscht" das ende der schraube
auf dem schaft hin und her, bedingt durch die winkeländerung des
kipphebels im betrieb. somit reibt das ganze immer etwas auf dem ventilschaft
rum. das hat an beiden teilen einen höheren verschleiß zur
folge als bei den kugekopfschrauben. da reibt es fast nur in der kugelpfanne
und nur ein wenig auf dem ventilschaft.
wenn
die herkömmliche schraube lange in einer stellung gearbeitet hat,
ist das profil meistens etwas eingelaufen. bei einer änderung des
spiels verdrehst du die schraube ein wenig, und die beiden teile lassen
sich A: nicht mehr vernünftig einstellen und B: verschleißen
voraussichtlich ab jetzt stärker, weil sich kanten gebildet haben
können
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Deko


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Die Dekowelle wird durch eine Stiftschraube im Kopf gehalten (Schlüsselweite
10). Nach entfernen der Schraube und wenn der Dekohebel unbelastet ist,
kann die Welle nach außer hezogen werden.
Die Durchführung
im Zylinderkopf ist mit einer speziellen Gummi-Lippendichtung versehen,
die bei Yamaha gekauft werden muss, da passt kein Normring.
12x17x2,5 mm. Eventuell notfalls ersetzbar durch einen O-Ring 12x2,5.
Das Gegenhalteblech
wird mit einer Zylinderkopfdeckel-Schraube mitgeschraubt und geht bei
Motorrestaurierungen gerne verloren, schaut aus wie links abgebildet.
E eine Fotoserie
zum selber Nachbauen des Bleches liegt hier als ZIP-Datei:
[ZIP
mit 470 kB].
Hier bei ausgebauter
Dekowelle, man sieht das Widerlagerblech:

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