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Das BUCHELI-Projekt - SR 500 FAQ

    Ergänzung zu 1.7 Arbeitsbedingungen und Werkzeuge
Spezialwerkzeuge und Tips zur (De-) Montage

  Worum geht´s ?

 

Man braucht manchmal ein Spezialwerkzeug oder einen Helfer, wenns um kniffelige Dinge geht.Oder die richtige Idee …

  Was im Bucheli steht

 

 

Hier werden schon ein paar gute Tipps gegeben. Aber es gibt eben mehr:

Weitere Ideen hier im Fred auf sr500.de

 

Vorarbeiten und Erleichterungen

 
  • Ein Prellschlag auf die zu lösende Verbindung hilft oft, feste Gewinde etwas zu lockern; das "normale" Öffnen geht danach leichter. Aufpassen dass man da nicht die Welle erwischt und kaputtstaucht!
  • Bei korrodierten Dingen hilft oftmaliges Einsprühen mit Rostlöser/Kriechöl, über mehrere Tage hinweg.
  • Hitze (Lötlampe, Heißluft) direkt auf Muttern gerichtet lässt diese etwas größer werden und eventuell leichter zu öffnen. Nicht bis zum Glühen erhitzen, sondern so auf 100 Grad etwa (spuckheiß = zischt wenn man draufspuckt). Gleich nach dem Heizen öffnen, bevor sich auch das Gewinde in der Mutter temperaturmäßig angleicht -> dann ist der Vorteil beim Teufel ...
  • Vernünftige Nüsse (sechskantig, flankengreifend) verwenden
  • Für Schlagbelastung keine Ratschen verwenden, sondern starre Griffe oder notfalls Steckgriffe; möglichst wenige Verlängerungen.
  • Möglichst keine Gabelschlüssel verwenden
  • Nur GUTE Ringschlüssel für Kraftarbeiten verwenden (siehe Bild links, vom Lebensmitteldiskonter ...)
  • Schutzbrille/Handschuhe helfen, wenn man mal ausrutscht!
  • ACHTUNG: Zahnräder sollte man eher nicht mit einem Lappen verkeilen wie im Bucheli beschrieben, da können sich die Wellen verbiegen. Oder es faschiert den Lappen ...
  • ACHTUNG: Zahnräder mit einem harten Gegenstand gegen das Gehäuse zu verkeilen, kann zur Zerstörung des Gehäuses führen (zB Schraube gegen Antriebsritzel, und dann am Kupplungskorb drehen ...)
  • Vor dem Wiedereinbau problematischer Schrauben: Eventuell das Gwinde mit einem Gewindeschneider säubern. Schraubengwinde mit Motoröl schmieren (dann stimmen auch die angegebenen Anzugsmomente). Besonders belastete Verbindungen können auch mit Kupferpaste oder Anti-Seize behandelt werden, aber Achtung: die vorgegebenen Anzugsmomente sind dann viel zu hoch!!! Man muss hier mit Gefühl vorgehen (Muttern auf Auspuffkrümmer-Stehbolzen, Auspuffschelle, ... - Gewinde die trocken heiß werden, oder mit Tausalz in Berührung kommen)
  • Kreuzschlitzschrauben gehen auch ohne Schragschrauber oft noch zu öffnen, wenn man wirklich FEST dagegendrückt und so den Schraubendreher daran hindert aus der Werkzeugaufnahme zu rutschen. Beispiel: Schrauben am Bremsflüssigkeitsbehälter.
    JEDENFALLS darauf achten dass der Schraubendreher satt sitzt! Für Kreuzschlitz: Gute Passform hat der auf dem Leatherman Tool. Übliche Baumarktschraubenzieher passen eher mau: PZ (Pozidrive) geht überhaupt nicht, Philips (PH) ist besser.
    Die Schrauben dürften die Werkzeugaufnahme nach JIS haben (Japan Industry Standard). Am ehesten kommt man mit Philips hin, wenn man die Spitze rundschleift, damit das Werkzeug auf Grund gesetzt werden kann!

 


Fürs Grobe:
pneumatische oder elektrische
Schlagschrauber


Viele Probleme ergeben sich, weil man beim Öffnen von Muttern oder Schrauben mit Macht gegenhalten muss wo es nicht gut geht. Es geht mit viel weniger Gegenhalten (oder ohne), wenn man einen pneumatischen oder elektrischen Schlagschrauber verwendet. Ersterer bedarf Pressluftfütterung, zweiterer ist meist mit 12V zufrieden und tut auch. Man bekommt so etwas im Industrie- bzw. Kfz-Bedarf. Kleine 12V-Schlagschrauber werden meist als Wundermittel zum Radmuttern lösen verkauft und sollten einen Standardanschluss haben (meist 1/2 Zoll), um auch andere Stecknüsse verwenden zu können. Die elektrischen (zumindest das ALPIN-Teil von mir) nehmen mal kräftig Anlauf (Motor dreht hoch) und bei genug Schwung greift eine Fliehkraftkupplung und die Schraube kriegt einen kräftigen Dreher verpasst - die Eigenmasse des bearbeiteten Motorteils ist zu träge um den mitzumachen ergo löst sich die Verbindung irgendwann.

ACHTUNG: Diese Dinger haben meist keine Drehmomentregelung und arbeiten mit Spitzen von mehreren 100 Nm. Beim Öffnen durchaus erwünscht, aber ZUmachen sollte man damit NICHTS.



Wesentlich vielseitiger und kräftiger ist sowas in Druckluftausführung. Dafür reicht auch ein kleiner Kesselkompressor, man muss halt nach jeder Schraube warten bis er Luft geholt hat - wichtig ist der Druck, weniger die Volumensleistung des Kompressors. Oft kann man das Drehmoment (relativ) einstellen, hier unterseitig:


 Verwendbar bei …

 

Muttern an Achse, Ritzel Kupplung, …

Schrauben an Nockenwellenzahnrad, Kupplungsabzieher, …


Fürs Feine:
mechanischer Schlagschrauber



 

Kleine Probleme (vor allem im Bereich "Kreuzschlitzschrauben, leicht vernudelt") lassen sich elegant mit einem mechanischen Schlagschrauber lösen. Der funktioniert so: Der PASSENDE Einsatz (Bit) wird beim Draufschlagen durch eine sinnreiche Mechanik gleichzeitig in den Schraubenkopf gedrückt und gedreht. Billigteile (Baumarkt, Autozubehör) um ein paar Euro sollte man vor Gebrauch mal zerlegen, entgraten, fetten und wieder zusammenbauen, dann tun sie auch. Wird zB gerne verwendet bei vergammelten Armaturenschrauben (Bremsflüssigkeitsbehälter etc) oder Krauzschrauben im Motor (Ölpumpe, Steuerketten-Spannerschiene, ...). Verwenden mit schwerem Hammer: mindestens 1,5kg, besser 2kg, und EINEM beherzten Schlag.

Alternative dazu: Ein STABILER Schraubendreher mit durchgehender Klinge (=Stahlstück kommt am Griffende wieder raus, Holzgriff) und Sechskant am Schaft ist ideal, und ein Helfer. Zuerst erfolgt ein herzhafter Prellschlag mit dem Hammer auf den Schraubendreher, danach so:
Der eine Mensch sucht sich eine Position, wo er sich mit aller Macht gegen das Schraubendreher stemmen kann. Der andere setzt einen Gabelschlüssel am Schraubendreher an, so dass er ihn gut drehen kann.
Dann stemmt sich der eine aufs Werkzeug, der andere dreht den Schraubendreher mit dem Gabelschlüssel bis ordentlich Widerstand da ist. Mit einer gemeinsamen Anstrengung (auf "drei" oder "hooooo-RUCK) wird dann gleichzeitig gedreht und gedrückt. Das geht übrigens auch mit dem Kreuzdreher des "Leatherman" ganz gut, weil der fein in die kleineren Schraubenköpfe passt.

  Für Werkzeugfreaks: das Teil gibt es auch von Gedore:
K 1900 Schraubenlöser
B
esonders geeignet zum Lösen festsitzender Schrauben durch Schlagen mit dem Hammer. Umstellbar für Rechts- und Linksgang. 1/2"-Antriebsvierkant für Kraftschraubereinsätze.
Codenr.: 6654440
Artikelnr.: K 1900
Gewicht: 510 g
Länge (L, L1): 123 mm
Durchmesser 1: 34 mm
Verpackungseinheit (VPE): 1 Stück
EAN: 4010886665442
   

Ähnliches lässt sich auch von Hand erreichen, am besten aber mit einem Helfer: Man setzt das Werkzeug (am besten einen massiven Ringschlüssel) so an, dass es schon unter Spannung in Richtung "Öffnen" steht (also muss ein Helfer zumindest mit Handkraft am bewegten Motorteil gegenhalten, oder man bastelt sich etwas das gegenhält), und dann kommt ein kräftiger Schlag am Ende des Schlüssel um die Verbindung zu lösen. Die Energie geht dann recht schlagartig und ohne viele Übertragungsverluste direkt ins Lösen der Verbindung, wobei die Motormasse gegenhält. Geht ganz gut zB bei Rotorhaltemutter oder Kupplung, aber nicht bei Leichtbauteilen (Nockenwellenzahnrad, Ritzelmutter ...).

Nur wenn man einen wirklich guten Gegenhalter und solides Werkzeug hat, sollte man sich an der Methode "Ein-Meter-Rohrverlängerung-aufs-Werkzeug-und-drauf" versuchen.

 

Supergau  

Was tun, wenn kein Werkzeug mehr greift weil der Schraubenkopf ab ist, oder die Mutter rundgedreht etc?
Erstmal: KEINE PANIK. Ruhig überlegen, notfalls ein bisschen aufräumen, was trinken, oder einen Tag Pause einlegen.

  • Mit Dremel Kerbe einfräsen und mit Radialschlag (scharfer Durchschlag oder Schraubendreher) aufklopfen?
  • Mit Dremel oben Schraubenschlitz einfräsen und wie Schraube öffnen?
  • Mit Zange fassen und aufdrehen? (geht gut mit feiner Rohrzange/Grippzange und Inbus- oder auch erhabenen Schlitzschrauben). Oder man packt den Kopf mit dem Schraubstock (Schraubstock: geht bei manchen Teilen, z.B. Schwimmerkammerschrauben: Schraubenkopf einspannen und den ganzen Vergaser drehen).
  • Mutter oder Verlängerung aufschweißen und damit aufdrehen? Funktioniert ab Bolzenstärke 8mm aufwärts. Idealerweise zuerst Beilagscheibe unterlegen und dann erst Mutter aufschweißen, damit man die Mutter nicht mit dem Hauptstück verschweißt ...
  • Vernudelten Kopf wegbohren (am besten mit Bohrständer) oder per Flex oder Feile oder Meissel etc entfernen, und das dann entlastete Gewindestück rausdrehen?
  • Wenn Gewindestumpf/Stehbolzen: Zwei Muttern drauf, gegenkontern, aufdrehen? Oder Mutter draufschweißen, wenns Gewinde hinüber ist.
  • Riskant sind Schraubenausdreher (konische Linksgewinde): damit kann man den Restbolzen sprengen und das umgebende Gehäuseteil gleich mit. Oder der gehärtete aber dadurch recht spröde Ausdreher bricht ab und lässt sich auch nicht mehr ausbohren ...
  • Schrauben, deren innere Werkzeugaufnahme vernudelt ist, lassen sich oft noch mit Schlagschraubern (siehe oben) lösen.
  • Aufbohren und ein Torx-Bit einschlagen, dann versuchen mit dem Bit auszudrehen. Ausprobierterweise bewährt bei M8: Vorbohren mit 3,5 mm, und Torx 25 einschlagen. Zum aufdrehen eventuell einen Akku-Schlagschrauber verwenden (so ein Teil für Holzarbeiten, für Schrauber-Bits, wie beispielsweise Einhell TE-CD oder Einhell TE-CI).
    Vom Franz erfolgreich probiert: Torx 30 im (vernudelten) Innensechskant der Kurbelwelle (Schleudersumpf):


 

LiMa-Polrad  

Zum Abziehen des Polrades (Schwung, Rotor) sollte man jedenfalls den entsprechenden Abzieher verwenden, den es auch in unterschiedlichen Qualitäten im Zubehör gibt. Man bedenke: sowohl LiMa-Rotor als auch Kurbelwelle sind eher teure Teile - sie mit einem Billigstabzieher zu schrotten wird sich nicht rechnen ...
Auch ein sehr teurer Dreiramabzieher funktioniert nicht, weil der nur das Polrad verbiegt und somit ruiniert.

Das Gewinde in der LiMa ist M27x1 LH (also linksrum).
Vorgehensweise wie hier und im Bucheli beschrieben. Die Abziehschraube geht auch mit dem Schlagschrauber anzuziehen. Dabei sollte man das Spindelgewinde des Abziehers mit Schraubenpaste oder Hochdruckfett einschmieren.

Vorher Beilagscheibe abnehmen nicht vergessen! Ein unter den Abzieher gelegtes cent-Stück (besser als nix) oder noch besser ein passendes Druckstück schont die Kurbelwelle, sonst wird danach eventuell die Gewindefeile benötigt:

Das Druckstück kann man sich, drehbankbewehrt, selbst bauen. Es stützt sich dann auf die Schulter vom Polradkonus ab, und NICHT auf das empfindliche Gewinde.

Bild und Text von Martin M, danke:
Hier die Einzelteile. Scheibe, Federring und Mutter hab ich mal mitfotografiert, Federring und Scheibe müssen vor dem Abdrücken immer raus!

Das Druckstück hat folgende Maße:

  • Länge 32mm
  • Außen-Durchmesser 17mm (soviel lässt der Durchmesser im Polrad zu)
  • Bohrungs-Durchmesser 12mm (wegen des KW-Stumpfs)
  • Bohrungs-Tiefe 25mm (wegen der Länge des KW-Stumpfs)

Die Länge könnte man durchaus noch reduzieren, aber ohne Not hab ich das mal so gelassen. Die Bohrung im Abzieher ist tief genug, er lässt sich komplett einschrauben.

Der Abzieher hat eine Bohrung von 17,8mm, Tiefe ca. 26mm.
Es handelt sich hier um den Polradabzieher von Polo, Best. Nr. 60170400250, für 7,99€

Alternativ denkbar durch Verwendung eines passenden dickwandigen Rohrstücks plus Mutter plus Schweißgerät - dieses Bild stammt von einem XT600-Motor aber da setzt der Abzieher an Gewinden im Polrad an. Wichtig ist dass das Rohr stabil genug ist um nicht gestaucht zu werden!

Gegenhalter: Werkzeug laut Bucheli verwenden, mit dem man den Lichtmaschinenrotor fixiert - spätestens für das Festziehen der Lima-Mutter mit dem richtigen Drehmoment hilfreich. Es geht auch deutlich einfacher statt der sauberen vorgeschlagenen Werkstattausführung, die Drehbank und Schweißzeug erfordert:
Im einfachsten Fall ein mindestens einmetriges Stück Armierungseisen oder Rundstahl zur Hand nehmen (Durchmesser 10 mm) und einen Knick in der Hälfte biegen. Die zwei geraden Schenkel so weit zueinander biegen dass sie etwa den Lochabstand der LiMa-Rotors haben. Dann am Ende jeweils rechtinkelig abbiegen und die Haken auf saubere 10 mm Länge kürzen (damit man keine LiMa-Spule erwischt). Fertich. Man benötigt einen guten Schraubstock, Hammer, Eisensäge, Feile, evt. ein drüber passendes dickwandiges Rohr als Biegehilfe. Die beiden Stutzen greifen in die Löcher des LiMa-Rotors, das Gegenhalten erfolgt am besten durch einen Helfer.

Eine sehr schöne Idee: man kann sich einen Gegenhalter aus Fahrradschrott bauen. Ist von YOZA aus dem englischen Delicaclub Forum - danke!
Für das SR/XT-Polrad benötigt man 10-mm-Bolzen, für das Powerdynamo-Polrad 8-mm-Bolzen. Den richtigen Abstand stellt man durch Biegung der Fahrradgabel ein.

Für unser Polrad müssen die Bolzen jedenfalls noch gekürzt werden! So würden sie die Spulen zerstören!

Wenn der Abzieher dann schön fest angezogen ist, kommt ein knackiger Prellschlag mit dem großen (!) Hammer direkt auf die Abzieherschraube. Das sollte reichen dass der Rotor sich löst. Vorher etwas unterlegen damit das teure Teil nicht auf den Werkstattboden donnert ...

Falls nicht: siehe Andere Abzieher

 

Kurbeltrieb fixieren  

Für unterschiedliche Arbeiten im Motor; die direkteste Möglichkeit:

  • Wenn Zylinder noch abgebaut: Kolbenbolzen einsetzen und über zwei gleich hohe Hartholz/Sperrholzbrettchen gegen das Motorgehäuse abstützen.

 

Getriebeabtrieb fixieren

 

 

Im Normalfall geht man vor wie beim Ritzelmutter lösen, siehe dort .
Will man aber nur die Welle fixieren, hat man ein paar mehr Freiheiten. Der Motor ist üblicherweise ausgebaut und kann auf die Seite gelegt werden, und man kann ein altes Ritzel zum gegenhalten verwenden:

  • Altes Ritzel nehmen, langen Hebel dranschweißen. Ritzel aufstecken; einer schraubt, ein anderer hält dagegen...
  • Wenn Motor in Montageständer: Antriebsritzel aufstecken, Stück alte Antriebskette auflegen und anderes Ende am Motageständer fixieren
  • Oder so:


  • Oder eine Kettenpeitsche bauen wie Crisu, siehe links.

 

Primärtrieb fixieren  

Den Primärtrieb blockiert man am Besten mit einem kleinen Aluklötzchen oder passenden starken Blechstück aus Alu, das man zwischen die Verzahnung klemmt.

 

Kupplung


by Kedo

 

Für das Gegenhalten des Kupplungskorbes gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die im Bucheli beschriebene ist - schlampig ausgeführt - zumindest riskant: sie besteht darin, ein Brett mit einem grossen Loch (wo die Nuss durchpasst) und ringsrum 6 kleineren auf dem Kupplungskorb festzuschrauben. Dabei kann man aber auch den Kupplungskorb ruinieren, wenn einer der Gewindestutzen dabei kaputtgeht. Eine Notreparatur ist zwar öfter noch möglich (Senkkopfschraube von hinten einsenken, festschrauben, verkleben), aber es gibt eben Möglichkeiten, den Schaden von Vorneherein zu verhindern. Zum Gruseln hier ein Schadensbericht.
Und hier ein Bild.

Man kann den Brett-Gegenhalter nach Bucheli schon auch recht risikolos verwenden; die Funktion des Aufbaus ist folgende:
Die Schrauben drücken das Brett auf den Kupplungskorb der dann das Drehmoment aufnimmt. Die Schrauben (mit U-Scheiben) sind also nur auf Zug belastet und können nicht ausbrechen! Das funktioniert aber nur, wenn das Brett stark genug ist, und somit NUR am Korb aufliegt und eben NICHT auf den Gewindestutzen. Daher eventuell hier nochmal etwas beilegen/wegfräsen, um das sicherzustellen. Und die Schrauben müssen entsprechend gleichmäßig und fest angezogen sein.

Eine elegante Methode ist der an alte Kupplungsscheiben angeschweisste Griff. Kann man als "Kupplungshaltewerkzeug" bei Kedo kaufen, oder aus einer alten Kupplungsscheibe selber machen (wenn man die hat).

 


Ich weiß nicht ob das der erwähnte "Hammerknoten" ist, aber mit dem funktioniert es:

Schritt 1: Schlaufe übers Seil legen


Schritt 2: Schlaufenenden zusammen klappen: voila, der Knoten ist selbst zusammenziehend, wenn man ihn wie im rechten Bild anwendet.

 

 Und Hiha setzt auf den Seiltrick:
Dazu noch ein paar Hinweise: Das Seil muss man nicht halten, es ist mittels Schleiferl am Gehäuseauge festgebunden. (Das sieht man auf dem Bild nicht einwandfrei). Man muss halt aufpassen, dass der Strick locker durch eine Aussparung des Kupplungskorbes läuft, und der sog. Hammerknoten richtig rum (also dass er sich festzieht) auf den Mitnehmer gelegt wird.

Hier ist das FESTZIEHEN der Mutter gezeigt.
Ölsieb unten im Rahmentank  

Schlagschrauber, oder Nuss/Rohrschlüssel mit groooßer Verlängerung. Aber das Biest sitzt manchmal so fest, dass so auch schon Rahmen verbogen wurden ...
Also am besten tatsächlich ein paarmal Kriechöl, warten, und dann schlagschrauben!

 

Ritzelmutter  

Wohl dem, der einen Ringschlüssel oder eine Nuss der Größe 32 mm (!) sein Eigen nennt. Handschuhe sind anzuraten, und manchmal braucht es auch etwas mehr Überzeugungskraft mit einer Verlängerung des Hebels.

  • Es reicht üblicherweise, mit betätigter Fußbremse die Mutter aufzudrehen; nach geradebiegen des Sicherungsbleches. Dazu muss man nicht selbst draufsteigen, das geht auch mit Ratschengurt (Fußraste zu Bremshebel) oder einer Holzleiste (Bremspedal zu Lenker).
  • Wenn der Motor noch eingebaut ist: Statt mit der Bremse kann man das Hinterrad auch mit einem Eisenrohr oder Besenstiel blockieren: auf Höhe der Schwinge/Federbeine durchs Rad stecken - weiche Beilage beugt Beschädigungen vor ... Dann geht das auch alleine ohne Helfer, speziell bei Gussfelgen.
  • Am einfachsten gehts mit einem elektrischen oder pneumatischen Schlagschrauber, aber natürlich rüttelt man da auch am Getriebe und an den Lagern ...
  • Bei eingebautem Motor und ausgebautem Hinterrad: Steckachse in die Schwinge stecken, Kette herumschlingen und mit passendem Schraubenzieher arretieren. Das gibt weniger Hebel so dass die Federung nicht mitspielt, und die Bremse kann nicht durchrutschen. Hier an einem anderen Motorrad gezeigt:

  • Mit passendem Metallstück das Ritzel gegen den Polraddeckel verspreizen ist eher nicht empfohlen, der Polraddeckel ist stellenweise sehr dünnwandig und könnte nachgeben ...

Weitere Möglichkeiten siehe oben unter Getriebeabtrieb fixieren.

 

Ventilausbau

 



 

Tischlerzwinge, ein paar Eisenteile (Rohr, alte Nuss), Schweißgerät und normales Werkzeug (Schraubstock, Feile, Säge):


Die Ventilzwinge sorgt für stressfreien Aus- und Einbau.

Das Rohr hat zwei Fenster, um mittels Magnet/Pinzette/Schwerkraft die Ventilkeile zu entnehmen oder reinzutun. Statt dem Rohr kann man auch zwei Stück Flacheisen draufschweissen.

Hier noch eine recht geniale EIgenbaukreation, die ich im Netz gefunden habe:

Hier noch mehr Tipps: http://www.xt500.org/68eustw03ihkmsez/viewtopic.php?t=4816

 

Stehbolzenausbau

Ideal: ein Stehbolzenausdreher der mit Exzenterbacke den Bolzen UNTERHALB des Gewindes packen kann:


 

Manchmal sind Stehbolzen wie festbetoniert. Üblicherweise durch Korrosion (Stahl in Alu) oder tatsächlich Einkleben durch den Vorbesitzer.

Gegen Einkleben hilft Hitze - Epoxy und Schraubenfest geben bei über 200°C langsam auf. Alu schmilzt (ohne große Vorwarnung) bei etwas über 500°C.

Gegen Korrosion hilft Einweichen mit Kriechöl. Wobei das allgegenwörtige WD-40 (auf Petroleumbasis) hier deutlich schlechter abschneidet als Spezialisten mit anderen, kriechfähigeren Lösungsmitteln, die als "Rostlöser" im Kfz/Industriebedarf erhältlich sind. Einweichen tut man MEHRMALS und über MEHRERE TAGE hinweg, im Idealfall.

Wie packt man den Bolzen?

  • Im Werkzeugfachhandel gibt es Stehbolzendreher. Auch für Maschinenschrauber. Billigstes Teil bei Hofmann für M10 17,70 + Märchensteuer. (Tipp von Thomas Sauer). WENN man dafür Platz hat tut es ein verstellbarer universaler. Den Ausdreher schiebt man am Schaft runter zum auszudrehenden Gewinde, damit der Stehbolzen möglichst wenig federn (tordieren) kann. Die Ratsche sitzt NEBEN dem Stehbolzen. NICHT am Gewinde ganz oben ansetzen!

    Ansonsten:
    Das Set für 4 Größen 6-8-10-12 mm gibt es hier: rs-werkzeuge.de
  • Unterlagscheibe drauf und Mutter anschweißen (gerne bei abgerissenen Stehbolzen wo noch was raussteht) - die Hitze hilft zusätzlich, also gleich nach dem Anschweißen mit einem Ringschlüssel rausdrehen. Oder mit dem Pressluftschrauber ...
  • Zwei Muttern auf dem Stehbolzengewinde kontern (kann sich aber trotzdem durchdrehen und dabei auch noch das Gewinde ruinieren).
  • Wasserpumpenzange/Gripzange/Rohrzange
  • Altes Bohrfutter verwenden, bzw. mit dem Akkuschrauber auf langsamster Stufe mit maximalem Drehmoment probieren - soclhe Mit Schlagschrauberfunktion hätten zusätzliche Chancen
  • Schraubstock - und dann das Motorteil (z.B. Zylinder) drehen

Weitere Tipps:

  • Vorher einen Prellschlag auf den Bolzen (bei geplanter Weiterverwendung vorher Mutter aufschrauben um das Gweinde zu schützen; bei langen Stehbolzen zusätzlich eng anliegendes Rohr drüber um Ausknicken zu verhindern.
  • Abgerissene Bolzen nach Möglichkeit eben feilen/schleifen und mit einer Bohrschablone zentrisch ausbohren. Die Bohrschablone verhindert das Abwandern des Bohrers ins weiche Umgebungsmetall. Im Idealfall kann man die Bolzenreste komplett entfernen, das Gewinde putzen und mit einem neuen Bolzen wieder verwenden (dann aber Kupferpaste drauf, gell). Ansonsten neues Gewinde machen: Helicoil (bzw. ähnliche Systeme), Gewindebuchse (Ensat, Kerbkonus, ...) oder ein Stehbolzen mit größerem Gewinde sind mögliche Lösungen - oder das Gewinde wenn möglich etwas tiefer schneiden (Bohrung vertiefen - geht nicht immer, und man braucht dann einen Spezialstehbolzen mit längerem Gewinde).
  • Linksausdreher sind zu meiden. Die Bastlerqualität sowieso, und Industriequalität hat bei üblichen Stehbolzengrößen auch nichts zu melden - da wird vorher der Bolzen aufgeweitet/gesprengt und/oder der Ausdreher reisst aus, und dan wird auch das Ausbohren schwierig - der Ausdreher ist meist aus härterem Material als der Stehbolzen. Mit Glück kann man ihn zertrümmern und stückchenweise wieder aus der Baustelle entfernen um ausbohren zu können ...

 

 Andere Abzieher

Der Umgang mit Universal-Abziehern (Klauenabzieher, zwei- oder mehrarmige) und Abziehbrücken mit Zug- und Druckschrauben verdient noch ein paar Ergänzungen zu den Ausführungen im Kapitel LiMa:

Bei vielen Motorrädern kann man solche Abzieher beispielsweise zum Abbau des Lichtmaschinen-Rotors verwenden (auch bei den XT600-Modellen).

Nur zur Vorsicht nochmal checken: ist die Rotormutter schon vorher
gelöst und entfernt worden ... ? Wäre ein böser Fehler die zu vergessen.

Es hilft, ein wenig über die Wirkung der Materialerwärmung nachzudenken.
Beim Abzieher handelt es sich meist um eine Druckschraube (in der Mitte) und
Zugschrauben/Klauen (die die Abzieherbrücke mit dem abzuziehenden Teil verbinden, z.B. dem Rotor). Im linken Bild der Tenere-Motor als Beispiel.

Schnelle Methode:

Alles schön fest anziehen und dann ausschließlich auf die Druckschraube
heizen. Schraube dehnt sich schneller aus als der Rest, wird dadurch relativ
länger und zieht den Rotor ein Stückerl runter. Auskühlen lassen,
nachziehen, wiederholen.

Langsame Methode:

Alles schön fest anziehen und dann ausschließlich auf die Zugschrauben
heizen. Die werden länger und damit lockerer. Dann die heißen Schrauben
wieder nachziehen bis fest. Bei Abkühlung werden sich die Zugschrauben
wieder zusammenziehen und den Rotor ein Stück weit runterziehen.
Gleichzeitig kann man auch den Rotor etwas anwärmen, wodurch die Passung zum
Kurbelwellen-Konus etwas weiter wird - das hilft mit (vorsicht: Erregerspulen und Magneten mögen starke Hitze nicht! So warm wie der Motor üblicherweise wird muss das Zeug aber aushalten, also gut "spuckheiß" (wenn man draufspuckt zischt es). In diesem Fall evt. besser mit Heißluftgebläse als mit Flamme arbeiten.
Auskühlen lassen, nachziehen, wiederholen.

Der Rotor wird bei beiden Methoden schonend zehntelmillimeterweise
abgezogen. Meist ist die Wahl der Methode durch den Abzieher vorgegeben.

Falls es auch mit Hitze nicht geht, sollte man definitiv über eine wesentlich
stabilere Abzieherbrücke nachdenken, weil nämlich die ganze Energie
lediglich in eine Verbiegerei umgesetzt wurde. Ordentliches Material (10 mm
Stärke oder mehr) ist hier Voraussetzung! Auch die Schrauben brauchen
entsprechende Zugefestigkeit!

Es kann Sinn machen, längere Schrauben zu verwenden, um die Hitze besser anwenden zu können wo man sie braucht: zwischen Werkstück und Abzieherbrücke.

Ich wünsche viel Erfolg. Irgendwann muss das Ding runtergehen (außer der
böse Vorbesitzer hats festgeschweißt).

 Radlager

Wer seinen alten Bremskolben (SR500, Scheibenbremse vorn) nicht entsorgt hat, kann ihn ideal zum Eintreiben der hinteren Radlager 6203 verwenden.

Lagerwechsel generell funktionieren am besten, wenn das Lager möglichst kühl und der Lagersitz deutlich wärmer ist. Wenn man die Dinger kalt raus/reinprügelt, dann leidet der Lagersitz jedesmal ein bisschen, und irgendwann brauchts Lagerkleber (Loctite 648).

Zum Erwärmen ein Heißluftgebläse, ne kleine Heizplatte, einen Gasbrenner mit weicher Flamme (also ohne Sauerstoffflasche) verwenden. Zum Kühlen des Lagers empfiehlt sich ein Gefrierfach und Lager im Plastiksack.

 

 Sacklochlager

Wenn man von der anderen Seite nicht drankommt um das Lager von hinten aus seinem Sitz zu treiben, oder man keinen Halt mit einem Treibdorn findet, kommen Sacklochauszieher zum Einsatz ("Innenauszieher")..
Die kann man teuer kaufen, oder mit etwas Glück auch improvisieren.
Der Trick besteht darin, einen Spreizdorn im Innenring zu verankern, und den dann entweder per Gewinde oder Zuggewicht samt Lager herauszuziehen.

Betonanker:
Für kleines Geld im Baumarkt zu bekommen, einmalige Verwendung:
Bilder von lapoderosa und captain awesome


Schon etwas nobler hier von Troll der den originalen Bolzen durch eine lange Senkkopfschraube ersetzt hat:


 Wellendichtring ausbauen

Für unkomplizierte Fälle erleichtert ein solcher Dichtring-Entferner das Leben:

Wenn man den Dichtring von außen wechseln möchte (Abtriebswelle hinter dem Ritzel als typische Stelle) kann man ihn nicht von hinten herausschlagen. Eine schonende Methode: zwei kleine Löcher einbringen (kleiner Bohrer oder mit einem Pfriem) und dort entweder Spax/Blechschrauben eindrehen oder einen Drahtbügel mit Haken einhängen um am Ring direkt ziehen zu können. Dabei dahinter lliegende Lager oder Dichtscheiben nicht verletzen - siehe auch Wedi-Wissen.
Gut geeignet sind Fahrradspeichen oder Stabelektroden vom Schweißgerät.
Das Foto stammt zwar von einer Autoschrauberei, das Prinzip ist aber dasselbe.

 Kupplungslager ausbauen

Wenn man an SR500 oder XT500 das Kupplungslager von außen ziehen möchte um nach der Verlustscheibe dahinter zu sehen ohne den Block zu spalten, kann man sich an Flip orientieren:
Nachdem ich den Kupplungsdeckel schonmal unten hatte um nach dem Kickstarteranschlagblech zu sehen wollte ich auch gleich nach dem Zustand der Verlustscheibe schauen.
Da das Kugellager unter der Kupplung nicht rauswollte, hab ich mit folgender "Konstruktion" nachgeholfen. Funktionierte erstaunlich gut und besteht nur aus einer alten Fahrradspeiche die an den Enden etwas plattgequetscht ist und einem Holzhebel.


Hier die gleiche Idee werkzeugmacherisch von oldman umgesetzt:

 

 Telegabel

Bei der SR500 muss man innen mit einem 17er Sechskant gegenhalten um Tauchrohr und Gleitrohr zu trennen. Dazu kann man an eine M10 Gewindestange jeweils am Ende eine Mutter anschweißen, oder die Gewindeschraube per Langmutter mit einer kurzen M10 Schraube verbinden.

Bei der XT500 ist das ein 19er Sechskant - wer den auf der anderen Seite aufschweißt hat eine Universalwaffe ...

Wellendichtringe einziehen: Mit einer Gewindestange (M10 oder besser M12), und passenden Muttern und Beilagen. Infos zum Wechsel der Gleitbuches siehe
Telegabelseite

 

 Gewindesorgen

Manchmal ist ein Gewinde beschädigt, "vernudelt". Ein gutes Werkzeug für die erweiterte Bordküche ist eine Gewindefeile, die 8 verschiedene Steigungen aufweist und zur Reparatur von Innen- und Außengewinden verwendet werden kann. Hier das silbrige Dings rechts neben dem Ringgabelschlüssel:

Manchmal kommt man mit der Feile nicht dazu, oder das Gewinde braucht nur am Ansatz eine kleine "Hilfe", dann kann man eine passende Mutter zersägen, die beiden Teile auf den noch guten Teil des Gewindes aufsetzen und mit Grippzange oder Schlüsselzange in den schlechten Teil des Gewindes schrauben. Oft hilft das damit man dann mit dem Gewindeschneider ansetzen kann, oder es reicht unterwegs um doch eine Mutter auf das Gewinde zu bekommen. Kann man für M6 und M8 auch mal ins Bordwerkzeug schleudern ... schnittiger wäre natürlich ein entsprechend geteilter Außengewindeschneider.


 Multistecker entsteckern

Maddin:
Die Pinzette und der Zahnstocher von Victorinox Schweizermessern eignen sich hervorragend, um die Yamaha Multistecker zu zerlegen, sprich die Crimpstecker mit den Rastnasen aus dem Kunsttoffgehäuse rauszuziehen. Bei den Rundsteckhülsen gehts auch, Rundstecker am besten mit einer bereits abgetrennten Rundsteckhülse ganz draufgesteckt.


 Schaltwalzenschraube arretieren

oldman:
Für die Arretierungsschraube der Schaltwalze:
15er Steckschlüssel Einsatz 3/8" mit eingesetzten Flacheisen in Schlitzstärke der Arretierungsschraube. Damit läßt sich die Schraube prima lösen und beim Montieren mit den entsprechenden Nm festziehen.


 Zylinder abziehen

oldman:
Ich habe einen Zylinder gehabt, der nicht wirklich vom Block runter wollte.
Nach einigem rumprobieren mit allen gängigen Einsprüh-, Klopf- und Hebelmethoden habe ich dann, passend zu der von Dieselross in dem Fred beschriebener Methode, aus Restmaterial einen Abzieher gebaut.
Beeindruckendes Ergebnis, den Abzieher aufgesetzt, Bundmuttern M10 x 1,25 auf den oberen Stehbolzengewinden angesetzt und dann durch deren gleichmäßiges anziehen den Zylinder an den Stehbolzen langsam hochgezogen.
.


Aluhülsenmuttern am Zylinder  

Stufe 1: Originalsechskant oben verwenden. 12er Schlüsselweite, mit einer schlanken Nuss kommt man rein, eventuell von einem 3/8" oder 1/2" Stecknusssatz. Flankengreifende Sechskantnuss ist zu bevorzugen. Schlagschrauber auch. Wenn das nicht geht:

Stufe 2: Zwischen den Kühlrippen eine Querbohrung etwa auf halber Höhe setzen (der Stehbolzen ist nur im unteren Drittel) und dort einen steifen Dorn (alten Schraubenzieher, Ventil etc) durchstecken und drehen.

Wenn das nicht geht:

Stufe 3: Mit der Flex und dünner Trennscheibe zwischen den Kühlrippen die aufgequollene Hülsenmutter in Scheiben flexen und mit Hammer und Treibdorn rausschlagen (auch oberhalb zu sehen). Wenn dann der Alupfropfen nicht mehr zwischen den Kühlrippen steckt, kann man unten (beim eigentlichen Gewinde) nochmal versuchen mit einer seichten Bohrung und tangential angesetzem Dorn die Mutter aufzuschlagen.
Wenn das nicht geht:

Stufe 4: Alles wegflexen was nach Alumutter aussiet, samt Stehbolzen innendrin. Dann Zylinder abziehen (siehe oberhalb). Es bleiben Stehbolzenreste die ausreichen um den Bolzenrest auszudrehen und einen neuen einzudrehen. Hinderlich ist oft, dass die DICKE Stahlscheibe unter der Mutter plan in den Zylinderfuß eingelassen ist, sich ergo nicht entfernen lässt von außen, und wenn der Stehbolzen in der Scheibe festgerostet ist leistet die Sache Widerstand. Lösung: Zylinder abdrücken, siehe oberhalb.

Wenn die Hülsenmuttern noch OK sind, lohnt es zumindest bei Vierjahreszeitenbetrieb sie mit Aluschutzlack zu lackieren vor Wiedereinbau, oder gleich Edelstahlteile zu verwenden die eben NICHT aufquellen wie Blätterteig Gibt es bei KEDO.

 

Staubschutzring der Hinterradnabe  

Tipp von Frank:
Wenn sich die Aluscheibe schwer ausbauen lässt, kann man eine oder zwei der Entlüftungsbohrungen mit einem 4,2mm-Bohrer vorsichtig durchbohren und ein M5-Gewinde einschneiden. So lässt sich die Aluscheibe mit eingedrehten Schrauben schonend abdrücken und es besteht nicht mehr die Gefahr von Hebelschäden.

 

Kurbelwelle Hauptlager  

Wohl dem der ein Trennmesser besitzt:


Eintreiber für Lager und Dichtringe  

Um ein Kugellager oder einen Wellendichtring gleichmäßig und ohne Verkanten einzusetzen ("eintreiben"), Empfiehlt sich die Verwendung eines entsprechenden Eintreibers oder Treibdornes. Mit einem passenden Loch in der Mitte kann man das Werkzeug auch zum Einziehen verwenden oder zur Ausziehen - ja nach Umgebungsbedingungen.
Hervorragend geeignet für viele Stellen an der SR500 sind alte Bremskolben:

  • gratis
  • extrem stabil
  • sehr maßgenau

Beispielsweise passt der Bremskolben für die Radlager hinten, oder für die Gleitstücke der Telegabel.


Schrauben des Ansaugstutzens  

Ganz am Anfang dachte ich, dass man den Stutzen gar nicht runterbekommt.

Mit dem abgesägten Innensechskantschlüssel ging es dann doch, und er ist auch immer im Bordwerkzeug. Noch bequemer geht es aber so:

Rechts: Einen langen 5mm-Innensechskantschlüssel mit Kugelkopf absägen, und mit einer Sechskantnuss 5mm per Ratsche antreiben.

Links: Mit einer Bitratsche und einem 5er Inbus-Bit

Oder man hat eine Ratsche mit biegsamer Welle, eine Nuss 5 mm, und opfert einen Innensechskantschlüssel mit Kugelkopf (rechts, neben Meterstab):

Zwischen den beiden T-Griff-Schlüsseln sieht man noch ein nützliches Werkzeug, wie er manchen IKEA-Möbeln beigepackt war (ist?). Kurz am einen Ende, Kugelkopf am anderen Ende.

Die T-Griff-Schlüssel können auch etwas:

  1. Vergaserschellen lösen, Gasseile aushängen.
  2. Vergaser nach links drehen.
  3. Schwimmerkammer abnehmen (ich habe meine vor Ewigkeiten auf M4 Innensechskantschrauben umgebaut)

Dann kann man den Vergaser ohne Schwimmerkammer so hindrehen, dass man optimal zu den Schrauben des Ansaugstutzens kommt.

Ich baue den Vergaser übrigens immer mitsamt dem Ansaugstutzen aus, indem ich ihn vorne nach unten vom Motor wegkippe und dann hinten aus dem Luftfiltergummi ziehe.


Motorhalter

Ich habe schon einige Motorhalter gebaut, meistens aus alten Eisenwinkeln oder Regalteilen.

Im Bucheli ist eine einfache Version aus Holz und Blechstreifen genannt.

Helmut nimmt gerne Regalwinkel aus dem Baumarkt:
Die Winkel sind vom Hornbach (Baumarkt) 1,40€ /Stk.
Die oberen Löcher werden auf 10,5 gebohrt , damit eine M10x120er Schraube durch passt. Das Ganze mit 5x15 er Holzschrauben auf eine Spanplatte schrauben.

Hier ist meine aktuelle Version aus Industrieregal-Stehern, für die ich ein Schnittmuster hier als PDF hinterlegt habe. Diese Version hält auch ruppigen Transport aus, ohne dass die Winkel wegkippen.

Die Bolzenlöcher habe ich mit 10,5 mm gebohrt. Die rot gekennzeichneten Bereiche sollte man sich geauer anschauen weil es da am Motor knapp zugeht, man muss das Blech entsprechend zurechtflexen oder feilen.

Die Eisenwinkel haben am längeren Schenkel außen etwa 67,5 mm, das geht gerade so. 60 mm wären das absolute Minimum sonst sitzt die Ölwanne auf. Man braucht 2 Stück Winkel, je mindestens 25 cm lang.

Das PDF kann man (ohne Größenanpassung) auf DIN A4 ausdrucken und als Schablone verwenden - bitte vorher am Ausdruck abmessen ob der Lochabstand stimmt (235 mm). Die Motorbolzen sind 10 mm, der Block an der Stelle etwa 85 mm stark, man benötigt also zwei Schrauben M10x120 oder Gewindestangen M10 etwa 120 mm lang.

 

    Ausser Konkurrenz und doch nützlich

Der Kindhammer

 

Folgende Regeln führten zur Anschaffung des Kindhammers:

Anthony´s Law of Force:
Don´t force it; get a larger hammer.

The Basic Rule of Construction
Cut it large and kick it into place.

Lowery´s Law
If it jams - force it.
If it breaks, it needed replacing anyway.

Das richtige Format für schwere Aufgaben hat der Kindhammer.

Gut 60 cm lang und 5 Kilo schwer, entspricht er ungefähr Kleinkindgröße.

Sehr kraftsparend, man muss kaum ausholen.
Und effizient - meist sitzt der erste Schlag

Das Mittel der Wahl zum Schwingebolzen extrahieren, kaputte Elektrikteile vernichten, Radachsen austreiben, leichte Prellschläge auf Abzieher durchführen ...

In Österreich (speziell im Bauwesen) sind solche Hämmer auch unter der Bezeichnung Biagamoasta (Bürgermeister) bekannt.

 

Druckluftschleifer

 

Für allerlei kleine und enge Arbeiten - die Dinger schaffen richtig Drehzahl, wofür diese Schleifmittel auch ausgelegt sind. In der Bohrmaschine eingespannt geht da wesentlich weniger weiter ... Für Tuningmaßnahmen oder Stellen wo die Flex nicht hinkommt.

 

Leitertrick

Von Solist abgeschaut:
Da der vorbesitzer meiner karre scheinbar der meinung war, hauptständer werden völlig überbewertet und diesen inkl. rahmenaufnahme entsorgt hat, behelfe ich mir beim räder wechseln immer so... einen spanngurt in höhe der vorderen fussrasten, einen zweiten im bereich der lenkeraufnahme!

Maddin: So ne Leiter ist vorne auch super gut geeignet um das Lenkkopflager zu wechseln. Man kann den Lenker inkl. allem was dranhängt (obere Gabelbrücke, Lampe, Instrumente,... etc) dann einfach an der Leiter aufhängen.

 

Honen und aufreiben in Heimarbeit  

Tipp vom Hiha: Ich möcht hier mal kurz eine erfolgreiche Bastelei am Rande erwähnen. Ein alter Rangierheber litt unter Inkontinenz, und brauchte deshalb eine Grundüberholung. Da fehlendes Hydrauliköl teilweise durch Bremsensaft und Wasser ersetzt wurde, sah er innerlich nicht mehr so toll aus. Ich wollte vor dem Einbau eines neuen Nutringes (ugs: Manschette) den Zylinder durchhonen, hatte aber keine passende Honahle bzw kein Flexhone-Werkzeug. Drum entsann ich mich der Worte meines Vaters, der seinerzeit Notfallhonungen an der Puch mittels auf Maß gedrehtem Rundholz in Verbindung mit Schleifpapier erledigt hat. Was damals scheint's nicht so unüblich war. Die Zylinderlaufbahn ist jetzt wieder rund, rost- und riefenfrei. Die Zustellung erfolgt übrigens mit dem im Foto zu sehenden Papierstreifen. Man möchts nicht glauben, aber der war zu breit und es passte erst wieder zusammen, als ich ihn auf ein Drittel geschmälert hatte:

motorang: Ein probates Mittel, um korrosiv zugewachsene Durchgangsbohrungen wieder auf Maß zu bringen, beispielsweise das Achsloch oder das Bremswellenloch bei Trommelbremsen.

 

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