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motorangs MITSUBISHI L300 FAQ
Ein paar Dinge über den L300 4x4 2,5 TD mit 4D56-Motor (64kw/87PS)


Motor


*** SEITE IST NOCH IM AUFBAU ***
 Hinweise, Anmerkungen, Ergänzungen, Fehlerkorrekturen gerne an mich!

   
  
   

 

 

  
   

    Zahnriemen
Der Wechsel schlägt in der Werkstatt mit ca. 500 € (und aufwärts) zu Buche. Man sollte auch die anderen Riemen und ggf. den Kurbelwellensimmerring mitmachen.
Spezialwerkzeug empfohlen.
Details für Selbermacher:
Meine Zahnriemenwechselseite.
Übrigens sollte man gleich ALLE Riemen tauschen, die kosten im Zubehör nicht so viel, und wenn einer der anderen Riemen reisst beschädigt er gerne den Zahnriemen für den Ventiltrieb -> Motortod ...
   


   

Luftfilter

  • Mitsubishi MR 239 466 (Original)
  • MD 603 442
  • FRAM CAK 253
  • Kralinator LA100F
  • WIX 42222
  • Purflux, Typ A535, passend für: Hyundai Galloper 2,5TDI Bj.08/91 - 07/98, Mitsubishi Galloper 2,5TDI Bj.02/99 - , L300 2,3D - 2,5D Bj.09/83 - , Pajero 2,5TDI Bj.05/86 - 10/89, Nissan Urvan 2,3D - 2,5D Bj.11/82
  • Mahle/Knecht/Tecafilter LX 682 "Passend für Mitsubishi L300 Transporter", "Vergleichstypen Mitsubishi MD603446"
  • Purolator A42030/AF2030K, Passend an folgenden Fahrzeugen: Mitsubishi Galloper 2,5TD Intercooler, abBj.99, Mitsubishi L300 2,3D/2,5D, Land Rover Defender 2,5 90/110 TD

Es scheint übrigens so als würde zwischen Luftfiltergehäuse und Einlassschlauch ein Stück fehlen, das ist aber serienmäßig so damit größere Dreckstücke/Wasser hier gleich aus dem Luftstrom fallen ...

   


   

Ölfilter

  • Mitsubishi MR 184 086 (Original)
  • MD 069 782
  • MZ 690 071
  • 156 071 480 (Stapler)
  • Hyundai 26300 42000
  • Ford USA E5TZ6731A
  • Mahle/Knecht OC 274
  • FRAM PH 6355
  • ALPS MO-400
  • Mazda VSY1 14 302
  • ACDelco PF2057
  • Bosch P 2042 0 986 452 042
  • Nipparts J1315005 für 4D56. Passt auch an:
    Hyunday H-1 2,5TD / H100 Bus 2,5D Mazda B-Serie 2,5D, E 2000 2200 2,2D Mitsubishe Colt, Galant, Gallopper
    L200 L300 L400 alles Diesel. Mitsubishi Lancer, Pajero, Space Gear, Space Wagon alles Diesel
  • den gleichen Oelfilter haben zudem die folgenden Wagen (*Motorentyp beachten)
    Mitsu Space Wagon *4G63
    Mitsu Mirage/Colt *4G32T *C54A
    Mitsu Galant *4D65 *4D68T *4D55T
    Mitsu Triton (L200), Strada, Storm, Mirage, Mitsu-Fuso,
    Mazda B2500 + LX E2200
    Dodge Raider nur Diesel, Chrysler Neon, Infinity, Ford Probe, Eagle, Nissan, Plymouth Colt + Laser
    evtl. auch Hyundai Gallopper, Grace H100 + Tour, Porter, Starex, Mirage, Libero
  • Passt auch von Hyundai Grace H100, Porter, Grace Tour, Starex, Mirage und Libero, Mitsubishi Triton(L200), Mitsubishi Strada, Storm, Dogde Raider und Mitsubishi-Fuso.

mehr Infos findet man unter:
http://www.mahle.com
Shop: http://www.clean-filters.de/

   


   

Motor-Ölwechsel

Das anspruchsvollste am ganzen Motor ist sicher der Turbo ... und ein kaputter Turbo ist RICHTIG teuer. Der wird auch vom Motoröl geschmiert. Mir hat mal ein Benz-TD-Fahrer gesagt: Du kannst am Diesel alles vernachlässigen so lange er rechtzeitig frisches Öl kriegt ... das glaub ich ihm - er fuhr seine Kisten immer über eine halbe Million Kilometer (Taxler). Ich würde daher ein turbodieselgeeignetes Öl nehmen und es alle 7500 km wie empfohlen und vorgesehen wechseln, und den Ölfilter gleich mit. Der kostet im Zubehör etwa 10 Euro ... auch wenn Mitsubishi meint es reiche der Filterwechsel alle 15.000 km.

Im Detail:

  1. Motor warmfahren. Das Öl fließt dann schneller und leichter ab und der Dreck schwebt noch im Öl, hat sich nicht abgesetzt.
  2. Behälter unter die Ablaßschraube. Geht beim L300 ohne Aufbocken. Auto sollte gerade stehen. Altölbehälter sollte gut 8 Liter fassen. Man krabbelt hinter dem rechten Vorderrad unters Auto.
  3. Einfülldeckel auf oben am Motor - dann rinnt es schneller raus. Alternativ einfach den Ölmessstab ein paar cm rausziehen, dann kommt Luft rein, und das Öl kann abfließen. Nur nicht vor dem Anstarten vergessen ;-)
  4. Ablaßschraube auf (Seitlich an der Ölwanne - 17er Ringschlüssel empfohlen, für eine Ratsche ist kein Platz)
  5. Warten bis das Öl rausgelaufen ist.
  6. Ablaßschraube mit neuem Dichtring rein und mit den angegebenem 35-45 Nm anziehen. Alte Kupferringe kann man nochmal verwenden wenn man sie weichglüht (nur kurz, Gasflamme, nicht abschrecken).
  7. Alter Ölfiter raus*, neuer rein, auf die Gummidichtung bissle Öl draufschmieren, gut handfest anziehen.
  8. Neues Öl oben rein, laut Handbuch mindestens Qualität "CD" und turbodieselgeeignet. Es passen inkl. Ölfilter max. 5,4 Liter Öl rein, meist etwas weniger, so gute 5,1 - 5,2 Liter.
  9. Einfülldeckel draufschauben.
  10. Motor starten, bissle laufen lassen. danach abstellen, paar Minuten warten
  11. Ölstand überprüfen.
  12. Solange wiederholen und eventuell Öl nachgießen, bis der Ölstand passt. Zwischen der Min und der Max Markierung auf dem Peilstab ist etwa ein Liter Unterschied.
  13. Ordentlicherweise den Kilometerstand des Ölwechsels irgendwo notieren ...

*Der Ölfilter ist von unten zugänglich (etwas eng, geht aber.). Wer keinen Ölfilterschlüssel hat kann einen alten Schraubenzieher oder ähnlich quer durch den Filter stecken- das sollte man aber am motorabgewandten Ende des Filters machen und vorbohren - Schläge auf den Filter können das Gewinde beleidigen ...
Ölstand-Messstab: schlechter Zugang, mit Taschenlampe aber machbar vom Batteriefach-Durchgriff aus (es gibt eine rote Ölstands-Warnlampe am Armaturenbrett, auf die man sich verlassen kann oder auch nicht).

Ölablassventil mit Schlauch: http://www.roelex.de/ventile/flash.php

   


   

Ventile
Ventile einstellen:
Einstellen ist ca. 0.5-1,0h Arbeitszeit.
Es sollte Halbmond, Ventildeckeldichtung, Schraubenkopfdichtungen am Ventildeckel gewechselt werden.
Ventilspiel einstellen ist eine Arbeit von 15 Minuten (bei Motor auf Betriebstemp.!!! - Mitsubihi-intern wird empfohlen, die Ventile bei heissem Motor zu machen), und zwar alle 20.000 km.Heiß = Betriebstemperatur, Kühlmittel hat dann 85-95°C und der Kühler ist warm.
Wenn man den 4ten Gang einlegt, kann man mittels Auto anschieben den Motor locker drehen.
So alle 30000 bis 40000km sollte man das Spiel schon kontrollieren. Dichtungen auswechseln wenn sie beschädigt sind. Vorsichtig den Ventildeckel abheben, dann passiert der Dichtung auch nix. Beim Einbauen wieder sorgfälltig schauen, dass die Dichtung gut am alten Platz sitzt (Dichtung etwas mit Öl beschmieren, dann klemmt nix).
Einstellen erfolgt klassisch mit Fühlerlehre und Kipphebelspiel. Die Hebel werden auf 0,25/0,25 (Ein-/Auslass) eingestellt.

- Zu viel Spiel (in Grenzen) schadet nicht, macht Lärm, kostet irgendwann wegen des kleinern Öffnungshubs Leistung, sonst nix.
- Zu wenig Spiel: Ventile koennen ev nicht richtig schliesen, verbrennen, ueberhitzen, der Motorschaden ist nahe.

Die "Halbmonddichtung" sollte man nur mit zusätzlicher flüssiger Dichtmasse verbauen, dann ist es auch dicht.
Sie sitzt ganz hinten im Zylinderkopf, in Verlängerung der Nockenwelle:

Es funktioniert Hylomar, beispielsweise. Diese Dichtung, wenn nicht ordentlich gemacht, saut den kompletten Motorblock ein, bis es unten aus der Kupplungsglocke rausläuft.

So gehts:

Motor warmfahren.

Fahrersitz raus, Wartungsdeckel darunter losschrauben und seitlich wegheben (die Handbremse bleibt dran). Nur so kommt man an die äußerste Schraube von der Zahnriemenabdeckung ...

Zahnriemenabdeckung demontieren (5 Schrauben)

Motor auf OT stellen*, beide Ventile 1.Zylinder geschlossen, kannst Du einstellen:
1.Zylinder- Einlass und Auslass = 1.+2.Kipphebel von Zahnriemen aus
2.Zylinder- Einlass = 4.Kipphebel
3.Zylinder- Auslass = 5.Kipphebel
dann Kurbelwelle 360° drehen auf OT
2.Zylinder- Auslass = 3.Kipphebel
3.Zylinder- Einlass = 6.Kipphebel
4.Zylinder -Einlass und Auslass = 7.+8. Kipphebel
fettisch!


In der Rep.anleitung steht auch noch was vom Einstellen der Jetventile - die hat aber nur der Benziner.

Es gibt eine Marke am Nockenwellenrad, die man auf die Markierung am Gehäuse ausrichten soll. Dazu kann man einen kleinen Spiegel verwenden.

Um den zweiten Einstell-OT zu finden habe ich mir gegenüber mit Fettstift noch eine Marke gemacht (das Rad hat 48 Zähne, also 24 Zähne weiterzählen ...). Eine Kurbelwellenumdrehung entspricht ja einer halben Nockenwellenumdrehung.

Für den L300 Allrad TD letzte Serie hat der Dichtsatz die Nummer MD050312 GASKET.ROCK

Und wer nicht mehr weiß welche Schraube wo hingehört: die beiden von der Zylinderkopfhaube sind gleich, und bei der Zahnriemenabdeckung habe ich folgende Längen an meinem Wagen gemessen (waren aber nicht mehr alle original):

   


    Tauschmotor, Zylinderkopf
http://www.motorensuche.com/amauswahl1.html
http://www.motoren-respondek.de http://www.mobile.de und ebay
Wenn man die Ölwanne rausbekommt und der Motor nur gut gebraucht ist und keinen Lagerschaden hat, kann man mit etwas Fingerspitzengefühl die Pleuellager und die meisten Kurbelwellenlager austauschen ohne den Motor weiter zu zerlegen.
Pleuel- und Kurbelwellenlager kosten im freien Handel auch weniger, als man denken sollte.

Günstige Zylinderköpfe: http://www.headcentre.co.uk/pricedie.html
Gute Erfahrungen gibts hier:
http://www.hvd-japanparts.com/
Zylinderkopf. Mitsubishi Pajero, L200, L300/400. 2.5TD/TDI
660,33 Netto799,00 €
14-8- 017
* Produkt original Neuware
* Modell Pajero,L200,L300/400
* Baujahr -
* Motortype 2.5TD/TDI bis 73kw/99ps
* Motorcode 4D56
* wird komplett verkauft, einbaufertig mit Ventilen, Nockenwelle und kpl. Kipphebelwelle

   


    Verbrauch
Sparsame Exemplare brauchen 9-11 Liter auf 100km, bei ruhiger Fahrweise. Stark drehzahlabhängig, über 3000 U/min wirds schnell mehr. Auf Autobahn mit Dachladung laufen auch schon mal 15 Liter durch.
   


    Öldruck
Die Öldruckanzeige (falls vorhanden) ist eigentlich nur ein Schätzeisen, sie zeigt den Druck im Ölsystem an
Der Öldruck sollte bei kaltem Öl und Motor laut Betriebsanleitung so um die 4-5 Bar liegen, bei ca 3000 U/min und bei warmen Motor so um die 3 Bar. Wenn dein Schätzeisen weniger anzeigt , dann liegt das daran , das :
a) dein Öl dünner ist als das was ürsprünglich beim ermitteln dieser Werte mal eingefüllt war, oder schon älter ist ( länger drin ist )
b) das deine Ölpumpe wegen eben dem ( natürlichen ) Verschleiß nicht mehr so einen hohen Druck aufbauen kann ,
c) das deine Lagerschalen ( Kurbelwelle, Pleuellager , Nockenwelle usw ) auch dem natürlichen Verschleiß unterliegen und entsprechend nicht mehr den Gegendruck aufbauen können ,
d) das dein Manometer nicht mehr genau geht .
Nur bei schlagartigen Druckabfall (Öldruck-Warnlampe geht an - bei Ölmanometer Druckabfall innerhalb weniger Sekunden oder Minuten) sollte man anhalten, den Ölstand kontrollieren und eventuell nach Undichtigkeiten suchen .
Alles andere liegt an Verschleiß (über Jahre abfallender Druck) , da alle Spielflächen in den Lagern und in der Pumpe sich aufweiten und damit der Druck fällt .
Baut man eine neue Ölpumpe ein, halten die alten Lagerschalen und Dichtflächen der erhöhten Druckbeaufschlagung eventuell nicht mehr stand - dann kommt an wichtigen Stellen nix mehr an . Also in diesem Falle alles neumachen ( komplette Motorrevision ) .
Bei schlagartig erhöhten Druck sitzt irgentwo was quer - und an wichtigen Stellen kommt auch nichts mehr an. Auch hier: Zerlegung, zumindestens reinigen wobei auch alles demontiert werden muss.
   


    Motordiagnose
Bei hohem Ölverbrauch versuchen, die Ursache einzugrenzen:
Also als allererstes mal die Kerzen raus und genau ansehen. Sehen alle gleich aus? Haben sie Ablagerungen?
Dann Kompressionsprüfung, wenn möglich mit Ausdruck.
Dann in alle Zylinder ein paar Spritzer (Ölkännchen) Öl und nochmal messen.
Alles prüfen und bewerten, was Einstellungen, Betriebstemperaturen etc. betrifft.
   


   

Motortausch

  1. Lenkrad , Vordersitze und die Motorklappe ausbauen
  2. Teppiche vorne soweit als möglich ausbauen , danach kommen noch Abdeckbleche zum vorschein die den Weg zur ESP und zum Anlasser freimachen.
  3. Getriebe und Kardanwellen ausbauen. Dauert alles zusammen so um die 3 Stunden.
  4. Spätestens jetzt die Batterie abklemmen und alle weiteren Anbauteile (Kühler, Anlasser, Turbo mit Krümmer usw.).
  5. Nun die Stunde der Wahrheit ( ab hier nur noch theoretischer Natur ). Mit einem Sonnendach/Werkstattkran könnte man eventuell den Motor nach oben ausbauen. (Hochheben und nach hinten in den Passagierraum ablassen).
    Einbau dann natürlich umgekehrt . Hat den Vorteil das die Vorderachse da bleiben kann wo sie ist .
  6. Beim Ausbau nach unten werden dann noch diverse Motorschutzbleche und Lenkungsteile abzuschrauben sein und die Vorderachse auszubauen (Achtung, der Motor liegt komplett auf dem Achsträger bzw Hilfsrahmen) und zusammen mit dem Motor abzusenken .
    Ich glaube das das zuhause ohne Heber nicht zu machen ist, eine gute Hobbywerkstatt mit Flaschenzug könnte zumindest den Ausbau nach oben bewerkstelligen.
   


    Rauchen und Leistungsverlust
Schwarzer Rauch beim Gasgeben ist konstruktionsbedingt und unbedenklich.
Weißer Rauch deutet auf ein Problem hin. Das kann beispielsweise eine defekte Zylinderkopfdichtung sein (Kühlwasser im Verbrennungsraum). Kühlwasser kontrollieren, und zwar im Kühler - nicht im Ausgleichsbehälter. Oder unverbrannter Diesel (das riecht man beim Auspuff)
Leistungsverlust auch auf Probleme mit der Abgasrückführung, Turbolader, Kraftstoffzufuhr hindeuten.
   


   

Zylinderkopf und Zylinderkopfdichtung

mhg schreibt mir: Die Dichtungen haben einen Rang den man nach Montagen an der Kurbelwelle oder den Pleuelstangen an den Überstand des Kolbens im OT anpassen sollte. Es gibt IMHO fünf Ränge:

A bis 0.62mm Überstand 1,35mm dick
B bis 0,68mm, 1,40mm
C bis 0,74mm, 1,45mm

Falls man einen Turbolader hat:
C bis 0,62mm, 1,45mm
D bis 0,68mm, 1,50mm
E bis 0,74mm, 1,55mm

Damit Du Deinen Kopf (also den vom Motor ) nicht abschrauben musst um den Kolbenüberstand zu messen haben die Dichtungen Bohrungen auf einem kleinen Teil der Dichtung der vorne übersteht. Eine Bohrung bedeutet Rang A, zwei B usw.

Auf dem Bild ist das übersichtlich ohne Kopf zu sehen. Man erkennt die Kante wo der Kopf aufhören würde. Entlang dieser Kante sind hier fünf Löcher (etwas aufgehellt) zu sehen. Es ist eine Dichtung vom Rang E mit 1,55mm Dicke. Bei diesem freundlichen Hersteller steht die Dicke sogar nochmal neben den Löchern eingeprägt:


Das ist aber von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Nur das Prinzip bleibt gleich. Die Dichtungen vom Hans haben z.B. keine Löcher und ich hab auch sonst nichts zur Dicke gefunden. Wenn so etwas verbaut wurde kriegt man es auch so nicht raus. Aber die Dicke einer Dichtung zu bestimmen, von der schon bei der Montage keiner wusste wie dick sie sein sollte, ist sowieso nutzlos. Das stimmt dann höchstens zufällig, weil in dem Fall kaum jemand den Mittelwert der Zylinderüberstände gemessen, berechnet und in der Tabelle nachgeschlagen hat.

Theoretisch kann bei der Version mit den versenkten Ventilen nicht viel mehr passieren als dass das Kompressionverhältnis sich leicht verändert. In wie weit sich dass auf die Leistung auswirkt hab ich leider keine Ahnung. Man darf an diesen Köpfen bis zu 4 Zehntel beim Planen abnehmen und wenn man das wirklich tut sollte man vermutlich danach auch die dickere Dichtung nehmen.

ACHTUNG: den L300 gab es anscheinend auch in einer Version mit wassergekühltem Turbolader (Standard: Öl-Luft), und das ist auch für die Beschaffung eines neuen Zylinderkopfs von Interesse, da der Kopf dann über einen
Wasseranschluss für den Turbolader verfügen muss. Das tun die meisten 4D56 Köpfe die im Internet angeboten werden (z.B. die vom Hans van Dam) nicht. In diesem Detail ist die Aufstellung aus dem englischen Forum nicht ganz richtig:

MD185920 = MD185926 = MD109736 = AMC908512
= 0.8mm valve seat to chamber surface
= valves supernatant approx. 1.5mm
= 136mm valve length

MD185922 = MD185918 = MD109733 = MD305542 = MD303001
= 3.3mm valve seat to chamber surface
= valves counter-sunk approx. 1mm
= 129,8mm valve length

both cylinderheads with circular pre-chamber shape.

MD185922 = MD185918 = MD109733 = MD305542 = MD303001 stimmt nicht - es gibt diesen Kopf eben mit und ohne Wasseranschluss für den Turbo.Da dieser Anschluss eingepresst und nicht geschraubt ist und bei den
Köpfen ohne diesen Anschluss ein Verschlussblech ebenfalls eingepresst wird, tut man sich mit nochmalen Werkstattmitteln sehr schwer (wenn überhaupt möglich) das Verschlussblech aus dem neuen Kopf zu entfernen, den Anschluss vom alten Kopf unbeschadet zu lösen und ihn dann wieder zuverlässig druckwasserdicht in den neuen Kopf zu pressen. Ich glaube auch nicht dass Mitsubishi den Anschluss als einzelnes Teil ohne Kopf liefert.

     
 
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